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Gegen 22 Uhr fährt ein Lieferwagen in die Menschenmenge – der Überblick
Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin den Christopher Street Day gefeiert. Gegen 22 Uhr endet das Fest abrupt. Ein Fahrzeug wird in der Nähe des Potsdamer Platzes in die Menschenmenge gelenkt. Eine Person kommt ums Leben, wie die Polizei mitteilte. Inzwischen haben die Ermittler mitgeteilt, dass es sich bei dem Todesopfer um eine Frau handelt. 16 weitere Menschen werden verletzt, mehrere davon schwer, manche lebensgefährlich.
Nach ersten Erkenntnissen fuhr ein weißer Wagen am Ahornsteig parallel zur Lennéstraße, wie ein Polizeisprecher sagte. Dort habe der Wagen mehrere Menschen angefahren, möglicherweise auch umgefahren, bevor er mit einem Baum kollidierte. Der Fahrer konnte offenbar fliehen.
Der CSD wurde direkt nach dem Vorfall abgebrochen. Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach von einem »Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft«.
Nach ersten Erkenntnissen fuhr ein weißer Wagen am Ahornsteig parallel zur Lennéstraße, wie ein Polizeisprecher sagte. Dort habe der Wagen mehrere Menschen angefahren, möglicherweise auch umgefahren, bevor er mit einem Baum kollidierte. Der Fahrer konnte offenbar fliehen.
Der CSD wurde direkt nach dem Vorfall abgebrochen. Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sprach von einem »Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft«.
Foto: Annegret Hilse / REUTERS
Gibt es Hinweise auf ein mögliches Motiv?
Die genauen Hintergründe sind bislang unklar. »Wir wissen momentan noch nichts über irgendwelche Motivlagen, über die Person des Täters oder Ähnliches«, sagte ein Polizeisprecher. »Das ist alles noch nicht gesichert bekannt.«
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Polizei: Tatverdächtiger aus islamistischem Milieu, Fahndung läuft
Nach dem Vorfall am Tiergarten hat die Polizei einen Tatverdächtigen identifiziert. Er wird dem islamistischen Milieu zugeordnet, wie eine Sprecherin dem SPIEGEL bestätigte. Eine Festnahme habe es bisher aber nicht gegeben, die Fahndung laufe.
Laut Polizeisprecher Florian Nath laufen bereits Maßnahmen gegen den Tatverdächtigen, »mit Hochdruck«. Er sei polizeibekannt als Mitglied des islamistischen Milieus in Berlin. Es gebe weiter keine Hinweise auf das Motiv und die Hintergründe der Tat, sagte Nath. Er kündigte an, dass es am Sonntag eine Öffentlichkeitsfahndung geben könnte.
Laut Polizeisprecher Florian Nath laufen bereits Maßnahmen gegen den Tatverdächtigen, »mit Hochdruck«. Er sei polizeibekannt als Mitglied des islamistischen Milieus in Berlin. Es gebe weiter keine Hinweise auf das Motiv und die Hintergründe der Tat, sagte Nath. Er kündigte an, dass es am Sonntag eine Öffentlichkeitsfahndung geben könnte.
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Drei Personen lebensgefährlich verletzt
Auch zu den Opfern am Tiergarten gibt es neue offizielle Erkenntnisse: Von den 16 Verletzten bei der Attacke in Berlin bestehe bei drei Personen Lebensgefahr, wie eine Sprecherin dem SPIEGEL sagte. Eine Frau war bereits unmittelbar nach dem Vorfall gestorben.
Es gibt Berichte über Zeugen, die mögliche Stichverletzungen bei den Opfern gesehen haben wollen. Dies könnte darauf schließen, dass der Tatverdächtige nach der mutmaßlichen Attacke mit einem Auto noch mit einem Messer weitergezogen sein könnte. Eine Sprecherin der Polizei wollte diese Berichte zunächst nicht bestätigen. Die Verletzten würden in Krankenhäusern versorgt.
Es gibt Berichte über Zeugen, die mögliche Stichverletzungen bei den Opfern gesehen haben wollen. Dies könnte darauf schließen, dass der Tatverdächtige nach der mutmaßlichen Attacke mit einem Auto noch mit einem Messer weitergezogen sein könnte. Eine Sprecherin der Polizei wollte diese Berichte zunächst nicht bestätigen. Die Verletzten würden in Krankenhäusern versorgt.
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Innenminister Dobrindt spricht von Attacke
In einer Stellungnahme zum Vorfall am Tiergarten spricht Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) von einer Attacke. »Diese feige, abscheuliche Attacke auf friedlich feiernde Menschen erschüttert mich zutiefst. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die diese Tat miterleben mussten«, erklärt Dobrindt in einer Pressemitteilung.
»Mein ausdrücklicher Dank gilt den Einsatzkräften, die unter schwierigen Bedingungen professionell Hilfe leisten. Wir werden alles daransetzen, diese schreckliche Tat und ihre Hintergründe schnell aufzuklären und zu ahnden.«
»Mein ausdrücklicher Dank gilt den Einsatzkräften, die unter schwierigen Bedingungen professionell Hilfe leisten. Wir werden alles daransetzen, diese schreckliche Tat und ihre Hintergründe schnell aufzuklären und zu ahnden.«
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Ikkimel: »Ich kann es nicht fassen«
Die Berliner Rapperin Ikkimel hat schockiert auf den Vorfall am Tiergarten reagiert. »Ich kann es nicht fassen. Wenigstens Berlin sollte ein sicherer Ort sein«, schreibt sie in einer Instagram-Story. »Liebe ist niemals der Fehler, Angst und Hass niemals eine Antwort.« Sie hoffe, dass viele Menschen realisieren, wie wichtig es ist, dass man zusammenhalte. »Jetzt noch mehr als sonst. Bitte bleibt stark. Ich werde immer für uns einstehen.«
Ikkimel gilt vielen als feministische Ikone, die Queeren eine Stimme gibt. Zum Start des CSD am Freitag trat sie am Brandenburger Tor auf.
Ikkimel gilt vielen als feministische Ikone, die Queeren eine Stimme gibt. Zum Start des CSD am Freitag trat sie am Brandenburger Tor auf.
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Florian Kistler
Reporter in Berlin

Suche nach Täter(n) in ganz Berlin, Tiergarten bleibt abgesperrt
Polizeisprecher Florian Nath sagt, dass die Polizei nicht davon ausgehe, dass der oder die Täter sich noch im Tiergarten befinden. Man habe den Bereich unter anderem mit Wärmebildkameras abgesucht. »Hier sind keine Menschen mehr im Tiergarten«, so Nath. Man suche in der gesamten Stadt. Der Tiergarten bleibe über die Nacht abgesperrt.
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Für Sonntag geplanter »Breakfast Market« abgesagt
Am Sonntag sollte als Teil des Programms rund um den CSD ein »Breakfast Market« stattfinden – er wurde nun abgesagt.
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Todesopfer ist eine Frau
Bei dem Vorfall am Berliner Tiergarten ist eine Frau getötet worden. Das bestätigte die Polizei auf SPIEGEL-Anfrage. Weitere Details, etwa zu den Umständen des Todes, nannte die Behörde nicht.
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Bundesinnenminister bietet Hilfe an
Alexander Dobrindt (CSU) hat Berlin nach dem Angriff eines Autofahrers auf Passanten die Unterstützung des Bundes angeboten. Der Bundesinnenminister werde von den Sicherheitsbehörden fortlaufend unterrichtet, sagte ein Sprecher der Bundesregierung. »Bundeskanzler und Innenminister sind in Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen. Sie danken den Einsatzkräften und werden sich mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen«, hieß es.
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Florian Kistler
Reporter in Berlin

CSD-Teilnehmer berichten von »lauten Schreien«
An der Polizeiabsperrung am Kemperplatz stehen zwei 37-jährige Männer in Pride-Flaggen gehüllt. Die beiden berichten von einem »dumpfen Knall« und »lauten Schreien«, die sie nach 22 Uhr mitbekommen hätten, als sie im Tiergarten sich kurz hingesetzt hatten. Zuerst hätten sie die Geräusche wegen der Partymusik nicht zuordnen können. Ein anderer CSD-Teilnehmer habe dann berichtet, dass ein Auto in die Menschenmenge gefahren sei. Die beiden seien schockiert, sagen sie: »Wir zittern auch noch und sind froh, dass wir überlebt haben«, sagt einer der beiden.
DER SPIEGEL
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Berlin nach dem CSD-Abbruch: die Bilder
Der CSD war bunt, schrill, schön. Bis offenbar ein Autofahrer auf Passanten zusteuerte und mindestens eine Person tötete. Berlin und das ganze Land sind schockiert, der scheidende Regierende Bürgermeister der Hauptstadt, Kai Wegner, ringt um Worte. Die Bilder der Nacht.
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Sarah Connor: »Mir fehlen die Worte, ich finde es furchtbar«
Am Abend hatte sie noch bei der CSD-Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor gesungen – nun hat Sarah Connor auf Instagram ihr Mitgefühl mit der queeren Gemeinschaft ausgedrückt. »Mir fehlen die Worte, ich finde es furchtbar. Mein Beileid allen Angehörigen der Verletzten und des Verunglückten«, sagt die Sängerin in dem Video.
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Florian Kistler
Reporter in Berlin

Polizei: Genaue Zufahrtstelle zum Tiergarten unklar
Polizeisprecher Florian Nath sagt, man kenne derzeit die Stelle noch nicht, in der das Fahrzeug in den Tiergarten gelenkt wurde. Man habe eigentlich überall einen Zufahrtsschutz installiert.
Polizeieinsatz im Tiergarten. Foto: Markus Schreiber / AP
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Ermittler richten Hinweisportal ein
Gesucht werden Zeugen, Fotos oder Videos zum Tatgeschehen: Die Berliner Polizei erhofft sich von der Bevölkerung Hilfe bei den Ermittlungen zur Tat am Tiergarten. Hinweise sollen unter be.hinweisportal.de hinterlegt werden.
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CSD abgebrochen, ein Todesopfer, viele Verletzte
Was wir wissen:
- Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin den Christopher Street Day gefeiert.
- Gegen 22 Uhr wird das Fest plötzlich abgebrochen. Nach Angaben der Polizei kommt es zu dem größeren Polizeieinsatz im Tiergarten.
- Laut Polizei fuhr ein weißer Lieferwagen am Ahornsteig parallel zur Lennéstraße.
- Dort habe das Fahrzeug mehrere Personen angefahren, möglicherweise auch umgefahren, bevor es mit einem Baum kollidiert sei. Der Fahrer habe das Fahrzeug verlassen und sich letztlich in unbekannte Richtung entfernt.
- Laut Polizei starb eine Person, 16 weitere werden wegen teils schweren Verletzungen behandelt. Zeugen zufolge soll es sich auch um Stichverletzungen handeln, Details sind unklar.
- Alle Besucherinnen und Besucher wurden gebeten, den Bereich zu verlassen.
- »Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen«, sagt ein Polizeisprecher in einem Video auf X.
- Es läuft ein Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften. Auch Spezialeinheiten sind beteiligt.
Was wir nicht wissen:
- Was genau passiert ist, ist noch unklar.
- Dazu zählen Ablauf und die Hintergründe der Tat.
- Bislang wurde laut Polizei keine tatverdächtige Person gefasst. Auch ist noch unklar, ob es sich um einen Einzeltäter handelt.
(Material von der Nachrichtenagentur dpa)
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Merz spricht von »abscheulicher Tat«
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Geschehnisse am Berliner Tiergarten verurteilt. Es handele sich um eine »abscheuliche Tat«, zitiert die Nachrichtenagentur AFP eine Sprecher von Merz. Der Kanzler stehe mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) »in engstem Kontakt« und werde von den Sicherheitsbehörden »fortlaufend unterrichtet«. Merz und Dobrindt »danken den Einsatzkräften und werden sich mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen«, so der Sprecher.
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Hintergrund: CSD
In Berlin nahmen hunderttausende Menschen unter dem Motto »Haltung ist hot« am Christopher Street Day teil. Die jährlich organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar »Stonewall Inn« in New York stürmte. Es folgten tagelange Zusammenstöße mit Aktivsten, die als Geburtsstunde der modernen queeren Bewegung gelten. Die Veranstalter wollen mit dem CSD ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt setzen. Am Abend trat unter anderem Sarah Connor bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor auf, ehe die Veranstaltung abgebrochen wurde.
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Polizei dementiert Berichte über Festnahme
Erste Medien berichteten über eine Festnahme nach dem Vorfall am Berliner Tiergarten. Eine Polizeisprecherin dementierte jedoch auf SPIEGEL-Anfrage. Demnach sei noch keine Person im Zuge der Vorfälle festgenommen worden.
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16 Verletzte, eine tote Person
Die Einsatzkräfte vor Ort haben mitgeteilt, dass sich die Zahl Verletzten auf 16 erhöht hat. Das berichten mein Kollege Florian Kistler und meine Kollegin Jaya Mirani. Zuvor hatte die Polizei noch von 14 Verletzten gesprochen. Laut einem Feuerwehrsprecher wurden drei Personen lebensbedrohlich verletzt, acht schwer und fünf leicht. 30 Personen seien betroffen, aber unverletzt. Sie hätten aber die Tat mitbekommen und würden psychologisch betreut werden. Eine Person starb, Reanimationsversuche vor Ort blieben erfolglos.
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Florian Kistler
Reporter in Berlin

Polizei: Zeugen sollen von Stichverletzungen gesprochen haben
Laut Polizeisprecher Florian Nath sollen Zeugen mitgeteilt haben, dass Menschen mit Stichverletzungen auf dem Boden gelegen haben. Die Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden.
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Innensenatorin bricht Urlaub ab
Berlins Innensenatorin Iris Spranger will laut einem Polizeisprecher vorzeitig aus dem Urlaub zurückkehren, wie meine Kollegin Jaya Mirani am Ort des Vorfalls erfahren hat. Derzeit vertritt Berlins Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) seine Parteikollegin.
»Ich bin entsetzt über die furchtbare Tat während des CSD in Berlin, den Tausende von Teilnehmenden friedlich gefeiert haben«, teilte die Politikerin mit. Sie stehe mit den Sicherheitsbehörden in engem Kontakt.
»Ich bin entsetzt über die furchtbare Tat während des CSD in Berlin, den Tausende von Teilnehmenden friedlich gefeiert haben«, teilte die Politikerin mit. Sie stehe mit den Sicherheitsbehörden in engem Kontakt.
Berliner Senator warnt vor Spekulationen
Christian Gaebler, Berlins Stadtentwicklungssenator, vertritt derzeit Innensenatorin Iris Spranger, die im Urlaub ist. Gaebler stellt sich gegen Spekulationen über den Hintergrund des Vorfalls. Danach gefragt, ob es irgendwelche Hinweise für einen politischen oder kriminellen Hintergrund gebe, sagte der SPD-Politiker, dazu könne man im Moment noch nichts zu sagen. Es sei auch besser, noch nicht zu spekulieren. »Es hat sich ja auch nicht in der Veranstaltung selber abgespielt, sondern tatsächlich im Tiergarten.« Das mache die Sache unübersichtlich.
Gaebler zeigte sich bestürzt über den Vorfall – insbesondere bei einer Veranstaltung, bei der Hunderttausende »für Vielfalt, für Zusammenleben und für Achtung voreinander demonstriert« hätten.
Gaebler zeigte sich bestürzt über den Vorfall – insbesondere bei einer Veranstaltung, bei der Hunderttausende »für Vielfalt, für Zusammenleben und für Achtung voreinander demonstriert« hätten.
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Florian Kistler
Reporter in Berlin

Straßen weitläufig abgesperrt
In der Nähe des Tatortes laufen vereinzelt noch kleine Teilnehmergruppen des CSD durch die Straßen in der warmen Sommernacht. Sie wirken gefasst, manche haben Getränke bei sich. Am Kemperplatz ist die Polizei und Feuerwehr mit einem großen Aufgebot an Einsatzkräften und Wagen im Einsatz. Viele umliegende Straßen sind weitläufig abgesperrt.
Foto: Ralf Hirschberger / AFP
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Bürgermeister Wegner spricht vor Ort
Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, ist am Ort des Vorfalls angekommen, wie meine Kollegin Jaya Mirani berichtet. »Wir haben heute einen großartigen CSD erlebt«, sagte Wegner den Anwesenden. Der Tag sei durch »diese schreckliche Tat beendet« worden. Eine Person sei gestorben, viele verletzt. »Ich kann sagen, dass Berlin als Stadt der Freiheit und der Vielfalt sich weiter stärken und positionieren wird. Wir werden uns unsere Art und Weise des Lebens und des Zusammenlebens nicht nehmen lassen«, so Wegner. Der Bürgermeister habe bei seinem Statement gefasst und nüchtern gewirkt, berichtet meine Kollegin.
»Jetzt geht es darum, die Lage zu analysieren, wo es Schwachstellen gab im Sicherheitskonzept«, so Wegner. »Ich sehe sie nicht.« Sollte irgendwann die Frage aufkommen, ob die Tat hätte verhindert werden können, könnte diese Aussage als Versuch gedeutet werden, etwaige Kritik zu entkräften.
»Jetzt geht es darum, die Lage zu analysieren, wo es Schwachstellen gab im Sicherheitskonzept«, so Wegner. »Ich sehe sie nicht.« Sollte irgendwann die Frage aufkommen, ob die Tat hätte verhindert werden können, könnte diese Aussage als Versuch gedeutet werden, etwaige Kritik zu entkräften.
Foto: Ralf Hirschberger / AFP
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Queer-Beauftragter spricht von »großem Trauertag«
Alfonso Pantisano, Queer-Beauftragter des Berliner Senats, sagte dem »Tagesspiegel«, er sei »vollkommen erschüttert« über die Tat. »Für die queere Community ist das ein großer Trauertag.« Sie dürfe sich gerade jetzt nicht einschüchtern lassen.
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Wegner spricht von »Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft«
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner geht offenbar nicht von einem Unfall aus. Auf der Plattform X schreibt er von einem »Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft«. Nach einem »friedlichen und bunten CSD wurde die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin auf brutalste Art attackiert«, teilte er mit. »Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Familien und Freunden.« Wegner bedankte sich bei den Einsatzkräften.
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Berliner Senator warnt vor Spekulationen
Christian Gaebler, Berlins Stadtentwicklungssenator, vertritt derzeit Innensenatorin Iris Spranger, die im Urlaub ist. Gaebler stellt sich gegen Spekulationen über den Hintergrund des Vorfalls. Danach gefragt, ob es irgendwelche Hinweise für einen politischen oder kriminellen Hintergrund gebe, sagte der SPD-Politiker, dazu könne man im Moment noch nichts zu sagen. Es sei auch besser, noch nicht zu spekulieren. »Es hat sich ja auch nicht in der Veranstaltung selber abgespielt, sondern tatsächlich im Tiergarten.« Das mache die Sache unübersichtlich.
Gaebler zeigte sich bestürzt über den Vorfall – insbesondere bei einer Veranstaltung, bei der Hunderttausende »für Vielfalt, für Zusammenleben und für Achtung voreinander demonstriert« hätten.
Gaebler zeigte sich bestürzt über den Vorfall – insbesondere bei einer Veranstaltung, bei der Hunderttausende »für Vielfalt, für Zusammenleben und für Achtung voreinander demonstriert« hätten.
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Bundeskanzler Merz wird »laufend informiert«
Die »Berliner Morgenpost« hat einen Sprecher von Kanzler Merz erreicht. Der Bundeskanzler werde »laufend informiert und ist mit Innenminister Dobrindt im engsten Kontakt. Seine Gedanken sind bei den Opfern«, heißt es.
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Polizei: Mindestens ein Todesopfer
Die Befürchtungen scheinen sich zu bestätigen: Es gibt mindestens einen Toten, wie die Polizei laut Nachrichtenagentur dpa mitteilt. Einem Sprecher zufolge werden 14 weitere Personen derzeit wegen Verletzungen behandelt. Manche der Opfer seien schwer verletzt worden, als ein Lieferwagen am Tiergarten in eine Menschenmenge gefahren sei.
Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD) im Tiergarten im Einsatz. Foto: Fabian Sommer/dpa
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Polizei sucht im Tiergarten nach Spuren
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im betroffenen Bereich des Tiergartens unterwegs. Polizisten leuchteten den Bereich zwischen Potsdamer Platz und der Südseite des Tiergartentunnels aus, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa. Sie suchten nach Spuren. Alle Besucherinnen und Besucher wurden gebeten, den Bereich zu verlassen.
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Großeinsatz in Berlin
Zeugen erzählen dem Sender rbb, Hubschrauber kreisten über dem Gelände. Zahlreiche Polizisten und Rettungskräfte sind im Einsatz. »Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen«, sagte Polizeisprecher Florian Nath in einem Video auf X.
Foto: Antoine Lambroschini / AFP
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Appell der CSD-Veranstalter: »Bitte geht nach Hause«
Auch in sozialen Medien rufen die CSD-Veranstalter dazu auf, das Gelände zu verlassen. »Abbruch« und »Bitte geht nach Hause, der CSD ist abgebrochen!« ist auf Deutsch sowie auf Englisch in der Instagram-Story der Veranstalter zu lesen.
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Polizei: Fahrzeug soll mehrere Menschen angefahren haben
Nach ersten Angaben der Polizei soll ein Fahrzeug mehrere Menschen beim Christopher Street Day in Berlin angefahren haben. Mutmaßlich sei ein Fahrzeug in den Tiergarten gefahren, teilten die Einsatzkräfte mit.
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Abbruch des CSD: Großeinsatz für Polizei und Rettungskräfte
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CSD in Berlin abgebrochen, Lage unübersichtlich
Der Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist abgebrochen worden. Die Polizei Berlin bestätigte auf SPIEGEL-Anfrage, dass es einen »größeren Polizeieinsatz« am Rande des Tiergartens gebe. Die Polizei kümmere sich gemeinsam mit Rettungskräften um mehrere Verletzte. Erste Ermittlungen »gehen in die Richtung, dass ein Auto in die Menschenmenge gefahren sein könnte«, sagte ein Sprecher.
Die »Bild«-Zeitung berichtet unter Berufung auf einen Augenzeugen, ein weißer Transporter sei im Tiergarten in eine Menschenmenge gerast. Demnach ereignete sich der Vorfall gegen 22 Uhr auf Höhe der Lennéstraße. Die Veranstalter teilten in den sozialen Medien mit: »Bitte verlasst das Gelände ruhig und geordnet. Bitte meidet die Siegessäule und den Tiergarten. Verlasst das Gelände Richtung Hauptbahnhof.«
Die »Bild«-Zeitung berichtet unter Berufung auf einen Augenzeugen, ein weißer Transporter sei im Tiergarten in eine Menschenmenge gerast. Demnach ereignete sich der Vorfall gegen 22 Uhr auf Höhe der Lennéstraße. Die Veranstalter teilten in den sozialen Medien mit: »Bitte verlasst das Gelände ruhig und geordnet. Bitte meidet die Siegessäule und den Tiergarten. Verlasst das Gelände Richtung Hauptbahnhof.«
Laut »Tagesspiegel« wurde das Programm abgebrochen, während eine Michael-Jackson-Show lief. Der CSD-Vorstand betrat demnach die Bühne und teilte mit: »Leider müssen wir die Veranstaltung aufgrund einer schwierigen Situation vorzeitig beenden.«
Teilnehmende beim CSD in Berlin. Foto: Fabian Sommer / dpa
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