Der CDU-Parteitag in Stuttgart ist mehrere Stunden im Verzug. Eigentlich hätte dort die Wahl des Parteivorsitzenden gegen 15 Uhr beginnen sollen. Doch die Aussprache nach der Rede von Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz zog sich deutlich länger als angesetzt. Zudem musste schon die Probeabstimmung abgebrochen werden, da es erhebliche technische Probleme gab.
Die Delegierten sollten digital mit einem elektronischen System abstimmen, doch viele von ihnen suchten den ganzen Tag über am Helpdesk Hilfe. Kurz vor 18 Uhr kam dann der Beschluss, dass nicht digital, sondern per Stimmzettel abgestimmt wird. Die Wahl dürfte sich also noch ziehen, da auch analog ausgezählt werden muss.
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Es gebe derzeit »an mehreren Stellen starke technische Unregelmäßigkeiten, die sich derzeit nicht erklären lassen«, sagte NRW-Digitalministerin Ina Scharrenbach (CDU), die das Votum ankündigte. »Aufgrund der Bedeutung dieser Wahlen« habe die CDU entschieden, »die Wahlen wie in den Jahren zuvor analog durchzuführen«.
»Es geht hier heute um die Integrität der Wahlen«, sagte Scharrenbach. »Ich glaube, wir alle wissen, was das letztendlich bedeutet. Und diese müssen rechtssicher durchgeführt werden können. Und das Ergebnis muss über jeden Zweifel erhaben sein.«
Stimmungstest für Merz
Vor der Ankündigung der analogen Wahl waren bei dem Parteitag auch immer wieder Unterbrechungen des Livestreams auf der CDU-Website eingetreten. Zu dieser Zeit sprach unter anderem Parteichef und Kanzler Merz zur Entlastung des Bundesvorstands. Angaben zur Ursache gab es zunächst nicht.
Merz stellt sich zur Wiederwahl als Vorsitzender – erstmals als Regierungschef. Angesichts des holprigen Starts der schwarz-roten Bundesregierung wird mit Spannung erwartet, wie groß die Zustimmung ausfällt. Bei seiner ersten Wiederwahl erhielt er 2024 nach CDU-Zählung 89,81 Prozent.
