Als nächsten Bundespräsident kann sich CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann auch eine Person vorstellen, die nicht aus der Politik kommt. Auf eine Frage des Magazins »Stern« , ob jemand Derartiges das höchste Staatsamt bekleiden könne, sagte er mit Blick auf die Wahl im nächsten Jahr: »Ich würde mich nicht festlegen. Ich bin großer Fan von Joachim Gauck. Er war einer der besten Bundespräsidenten. Ein unglaublicher Charakter, toller Typ, mutig. So eine integre Persönlichkeit brauchen wir.«
Der Theologe Gauck war von 2012 bis 2017 Bundespräsident. Er war als gemeinsamer Kandidat von CDU/CSU, FDP, SPD und Grünen angetreten.
Plädoyer für Frau im höchsten Staatsamt
Linnemann äußerte auch Sympathien für eine Frau im höchsten Staatsamt. »Ich persönlich fände eine Frau gut«, sagte er. Es freue ihn, dass aus der Union so viele Kandidatinnen gehandelt würden. Im Gespräch sind etwa Familienministerin Karin Prien (CDU) und die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU). Auch Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz sowie CSU-Chef Markus Söder hatten bereits geäußert, sie würden die Wahl einer Frau zur Bundespräsidentin 2027 unterstützen.
- Nachfolge von Steinmeier: »Abwegig« – Merkel dementiert Spekulationen über Kandidatur als Bundespräsidentin
- Staatsoberhaupt Steinmeier: Der Umzug des Bundespräsidenten verzögert sich um mehrere Monate Von Florian Gathmann
- Sozialreformen: Auf den letzten Metern seiner Präsidentschaft wird Steinmeier mutig Von Florian Gathmann
Die zweite Amtszeit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier endet am 18. März 2027. Er kann nicht wiedergewählt werden. Die frühere Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bereits über ihr Büro erklärt, für das Amt der Bundespräsidentin nicht zur Verfügung zu stehen. 1999 hatte die Union mit Dagmar Schipanski eine Frau ins Rennen um das höchste Staatsamt geschickt. Die gebürtige Thüringerin und 2022 verstorbene Politikerin unterlag Johannes Rau (SPD).
