SpOn 06.12.2025
16:22 Uhr

Butter ist wieder billig: Discounter senken Preise


Der Butterpreis ist im freien Fall: Jetzt verkaufen erste Supermärkte das 250-Gramm-Päckchen für weniger als einen Euro. Damit hat sich der Preis innerhalb eines Jahres mehr als halbiert.

Butter ist wieder billig: Discounter senken Preise

Butter wird noch einmal deutlich billiger. Ein 250-Gramm-Stück Deutscher Markenbutter der jeweiligen Eigenmarken ist mitunter für 99 Cent zu haben, wie aus Ankündigungen von Supermärkten und Discountern hervorgeht. Der Butterpreis hat sich damit innerhalb eines Jahres mehr als halbiert. Auch andere Butterprodukte werden nach Angaben der Händler billiger.

Grund für die Preissenkungen: Milch ist auf dem Weltmarkt günstiger geworden. Laut Daten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft sind die Preise Anfang Dezember weiter gesunken, weil das Angebot weltweit wächst. Auch bei deutschen Molkereien wurde im zweiten Halbjahr demnach mehr Milch angeliefert als im Vorjahreszeitraum.

Das größere Angebot treffe auf eine teils verhaltene Nachfrage, hatte Expertin Kerstin Keunecke von der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft bereits Ende Oktober analysiert. Zugleich enthalte Rohmilch mehr Fett. Dadurch wird weniger Milch benötigt, um ein Kilogramm Butter herzustellen – und mehr Milch steht für mehr Butter oder andere Produkte zur Verfügung.

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Der Discounter Lidl teilte mit, man werde sinkende Rohstoffpreise als Preisvorteil an die Kunden weitergeben. Edeka, Netto, Rewe und Penny sowie Aldi Süd und Aldi Nord kündigten ebenfalls Preissenkungen an. Für die Milchbauern bringt das aus Sicht von Lidl keine Nachteile, weil diese bei niedrigen Preisen mehr verkaufen würden. Bauernvertreter warnen hingegen seit einiger Zeit vor einer Senkung der Erzeugerpreise.

Bei Butter gab es in den vergangenen Jahren große Preisschwankungen. Im Sommer 2023 zahlten Kunden für das billigste Päckchen Eigenmarken-Butter in den meisten Geschäften zwischenzeitlich 1,39 Euro, im Oktober 2024 sogar 2,39 Euro. Seit Februar sinken die Preise wieder.

nis/dpa