SpOn 21.01.2026
13:54 Uhr

Bushido gewinnt Millionen-Streit gegen Ex-Manager Abou-Chaker


Nach jahrelangem Gerichtsstreit ist klar: Bushidos Ex-Manager Abou-Chaker muss dem Rapper Einnahmen in Millionenhöhe zurückzahlen. Ein Vertrag zwischen beiden sei als »sittenwidrige Knebelung« einzustufen.

Bushido gewinnt Millionen-Streit gegen Ex-Manager Abou-Chaker

Im jahrelangen Rechtsstreit zwischen dem Rapper Bushido und seinem ehemaligen Manager Abou-Chaker hat das Berliner Kammergericht eine Entscheidung gefällt: Demnach muss Clanchef Abou-Chaker 1,78 Millionen Euro plus Zinsen an Bushido, bürgerlicher Name Anis Ferchichi, zurückzahlen.

Das Kammergericht Berlin habe damit eine Berufung von Arafat Abou-Chaker gegen ein Urteil des Landgerichts Berlin vom September 2023 zurückgewiesen und dessen Entscheidung bestätigt, sagte ein Gerichtssprecher. Zuvor hatte die »Bild«-Zeitung berichtet.

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Das Kammergericht war zu der Einschätzung gekommen, dass ein Vertrag zwischen den beiden Parteien, der Abou-Chaker 30 Prozent fast sämtlicher Einnahmen Bushidos zusicherte, als »sittenwidrige Knebelung« einzustufen sei, schrieb die »Bild«. Abou-Chaker habe nahezu kein geschäftliches Risiko getragen, während Bushido seine wirtschaftliche und künstlerische Selbstständigkeit abgegeben habe.

Der Rapper hätte deshalb seinem damaligen Geschäftspartner, der als Berliner Clan-Chef gilt, die Summe nicht zahlen müssen. Nach dem Gerichtsbeschluss muss Abou-Chaker die Kosten des Prozesses zahlen. Der 2. Zivilsenat Senat hat den Streitwert für das Berufungsverfahren auf etwas über drei Millionen Euro festgesetzt, wie der Sprecher sagte.

ala/dpa