SpOn 25.01.2026
17:34 Uhr

Bundesliga: VfB Stuttgart siegt souverän in Mönchengladbach


Beim Sieg des VfB Stuttgart bei Borussia Mönchengladbach setzte DFB-Star Deniz Undav den Schlusspunkt. Die Borussia hingegen präsentierte sich erschreckend schwach. Im zweiten Sonntagsspiel siegte Freiburg gegen Köln.

Bundesliga: VfB Stuttgart siegt souverän in Mönchengladbach

Der VfB Stuttgart behauptet sich weiter in der Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga. Die Schwaben siegten verdient bei Borussia Mönchengladbach 3:0 (1:0) dank der Treffer von Jamie Leweling (30. Minute), einem Eigentor von Gladbach-Verteidiger Joe Scally (67.) und dem elften Saisontor von Deniz Undav (74.). Zuvor hatte Haris Tabaković die große Chance auf die Gladbacher Führung vergeben, als er einen Elfmeter nicht nutzen konnte (13.).

Während die Stuttgarter auf Platz vier stehen und an der nächsten Champions- League-Teilnahme arbeiten, geht der Blick der Gladbacher zunehmend nach unten in der Tabelle. Vom Relegationsplatz trennen die Fohlen fünf Punkte.

Nach der 0:2-Niederlage in der Europa League gegen die AS Rom rotierte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß auf fünf Positionen. Unter anderem saß Undav zunächst auf der Bank.

In der ersten Halbzeit versuchte der VfB vor allem durch hohes Pressing, in Ballbesitz zu kommen. Das gelang jedoch zunächst selten. Stattdessen sprang nach rund zehn Minuten eine Flanke von Franck Honorat an den Bauch und anschließend an den Oberarm von Stuttgarts Leweling. Schiedsrichter Sören Storks zeigte auf den Elfmeterpunkt.

Da der angeschlagene etatmäßige Schütze Kevin Diks ausfiel, trat Tabaković an. Doch DFB-Keeper Alexander Nübel parierte den schwach geschossenen Strafstoß aus dem linken Eck und verhinderte Tabakovićs zehntes Saisontor. Es war bereits der 79. vergebene Elfmeter der Gladbacher Bundesliga-Historie – Ligarekord.

Für die Fohlen folgte in der 30. Minute der nächste Rückschlag: Eine Hereingabe von der rechten Seite ließ Scally mit der Brust abtropfen – direkt vor die Füße des zuvor unglücklich agierenden Leweling. Aus fünf Metern hatte der deutsche Nationalspieler keine Mühe, den Führungstreffer zu erzielen. Bei seinem energischen Jubel trat Leweling die Eckfahne um, die sich von ihrer Stange löste, anschließend legte er das Textil wieder behutsam aufs Gestell.

Jamie Leweling sammelt die von ihm abgeschossene Eckfahne auf

Jamie Leweling sammelt die von ihm abgeschossene Eckfahne auf

Foto: Celina Leiers / STEINSIEK.CH / IMAGO

In der Folge übernahm Stuttgart zunehmend die Kontrolle über das Spiel und gewann etwa doppelt so viele Zweikämpfe wie der Gegner. Mit vereinzelten Pfiffen verabschiedete der Borussia-Park die Gladbacher in die Pause.

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Die zweite Halbzeit startete mit mehreren Ballverlusten der Hausherren im Spielaufbau. Ermedin Demirović konnte eine daraus entstandene Torchance nicht nutzen (49.). Mit mehreren Paraden hielt Moritz Nicolas seine Gladbacher in der Folge in der Partie, ehe Scally eine Ecke von Chris Führich mit dem Rücken ins eigene Tor zum 0:2 abfälschte. Der 14 Minuten zuvor eingewechselte Undav traf mit einem Schuss aus der Drehung ins linke Eck zur Vorentscheidung.

Mit elf Saisontoren liegt Undav nun auf Platz zwei der Torjägerliste, die Bayerns Harry Kane (21 Treffer) souverän anführt. Neben den Bayern-Spielern Michael Olise (10) und Luis Diaz (9) kann nur Gladbachs Tabaković mit seinen neun Toren mithalten.

Freiburg bleibt zu Hause eine Macht

Der SC Freiburg hat im zweiten Sonntagsspiel den Anschluss an die Europapokalplätze gehalten und den Vorsprung auf den 1. FC Köln im Tabellenmittelfeld vergrößert. Die Breisgauer gewannen das Duell zum Abschluss des 19. Spieltags trotz eines frühen Eigentors mit 2:1 (2:1). Igor Matanovic erzielte in der 44. Minute das Siegtor, 25 Minuten vor dem Ende verschoss er allerdings auch einen Handelfmeter.

SC-Verteidiger Max Rosenfelder hatte die Kölner vor 34.700 Zuschauern zunächst unfreiwillig in Führung gebracht (10. Minute), Derry Scherhant traf zum schnellen Ausgleich (11.).

Freiburg liegt aktuell fünf Punkte hinter dem sechsten Tabellenrang, der zur Teilnahme an den Playoffs für die Conference League berechtigt. Der SC hat seinen Heimnimbus gewahrt, ist seit Monaten in Heimspielen ungeschlagen. Köln hat fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

luc