SpOn 15.12.2025
08:55 Uhr

Brown University: Festgenommener wird nach tödlichen Schüssen an Eliteuni freigelassen


Die Suche nach dem Schützen, der an der Brown University zwei Menschen tötete und weitere verletzte, geht weiter. Der Verdacht gegen einen Mann, der festgenommen worden war, erhärtete sich nicht.

Brown University: Festgenommener wird nach tödlichen Schüssen an Eliteuni freigelassen

Der Mann, der nach einem tödlichen Schusswaffenangriff an der Brown University im US-Bundesstaat Rhode Island festgenommen worden war, kommt nach Angaben der US-Behörden frei. »In Kürze werden wir den Verdächtigen, der heute früh festgenommen wurde, wieder freilassen«, sagte der Bürgermeister von Providence, Brett Smiley, am Sonntag.

Die Beweise deuteten nach weiteren Ermittlungen in eine andere Richtung, so der Generalstaatsanwalt von Rhode Island, Peter F. Neronha. Es gebe »keine Grundlage dafür«, den Festgenommenen weiterhin als Verdächtigen zu betrachten. Die Suche nach dem Täter wurde nach Behördenangaben wieder aufgenommen.

Am Samstag hatte ein Bewaffneter an der Brown University zwei Menschen getötet und neun weitere verletzt. Neronha wollte sich zu Details der Ermittlungen nicht äußern. »Wir haben einen Mörder auf freiem Fuß, deshalb werden wir unsere Strategie nicht preisgeben«, sagte er.

Motiv unklar

Die Schüsse fielen am Samstag nach Angaben der Eliteuniversität in einem Gebäude, in dem die Fakultäten für Ingenieurwesen und Physik untergebracht sind. In dem betroffenen Trakt fanden zum Zeitpunkt des Schusswaffenangriffs Prüfungen statt. Wie die Rektorin der Brown University, Christina Paxson, mitteilte, waren alle elf durch die Schüsse getroffenen Personen Studierende.

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Am späten Samstagabend (Ortszeit) hatte die Polizei ein Video veröffentlicht, das den Verdächtigen zeigen soll. Zu sehen ist eine schwarz gekleidete Person, das Gesicht war nicht zu erkennen. Der mutmaßliche Schütze hatte das Universitätsgelände demnach zu Fuß verlassen. Sein Motiv ist bislang ungeklärt. Die Ermittler hatten am Sonntagmorgen dann bekannt gegeben, dass eine Person in Gewahrsam genommen worden sei.

bbr/AFP/dpa