In der kanadischen Gemeinde Tumbler Ridge sind am Dienstag mindestens zehn Menschen erschossen worden. Auch die mutmaßliche Schützin sei »mit offenbar selbst zugefügten Verletzungen« tot aufgefunden worden, hieß es von der Polizei.
Bei dem Vorfall wurden den offiziellen Angaben zufolge mindestens 25 Menschen verletzt. Sie seien zur Behandlung in eine örtliche Klinik gebracht worden.
Die Schüsse fielen laut Polizei in einer Schule und in einem Wohnhaus: In dem Schulgebäude seien die Leichen von sieben Menschen gefunden worden, in dem Wohnhaus starben zwei Personen. Eine weitere Person sei auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben. Die beiden Tatorte stehen ersten Ermittlungen zufolge miteinander in Verbindung.
Über die Hintergründe der Tat und das mögliche Motiv des Schützen ist bisher nichts bekannt. Auch zur Identität der Opfer machten die Behörden zunächst keine Angaben.
We are thinking of the community of Tumbler Ridge, British Columbia, following today’s tragic events. Our hearts are with the victims, their families, and all those affected. We are grateful to everyone supporting the community during this difficult time.
— RCMP (@rcmpgrcpolice) February 11, 2026
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Die Polizei hatte Menschen in der Gegend mehrere Stunden lang dazu aufgerufen, ihre Türen zu verriegeln und ihre Häuser oder Geschäfte bis auf Weiteres nicht zu verlassen. Laut mehreren Medienberichten hat die Polizei die Identität der mutmaßlichen Täterin inzwischen geklärt. Am Nachmittag war dem Warnhinweis zufolge nach einer »braunhaarigen Frau in einem Kleid« gefahndet worden. Aus Datenschutzgründen und zum Schutz der Ermittlungen würden derzeit aber keine genaueren Details bekanntgegeben, hieß es.
Es sei eine »sich rasch entwickelnde und dynamische Lage« gewesen, erklärte der Kommandant der örtlichen Polizei, Ken Floyd. »Das war ein unglaublich schwieriger und emotionaler Tag für unsere Gemeinde.«
Tumbler Ridge liegt in der Provinz British Columbia im Westen Kanadas. In der Gemeinde leben etwa 2400 Menschen.
Premier Carney sagt Reise nach München ab
Kanadas Premierminister Mark Carney schrieb in einer Mitteilung , er sei erschüttert über die Schusswaffenvorfälle. Er sprach den Familien und Freunden der Betroffenen sein Beileid aus und erklärte: »Unsere Fähigkeit, in Krisenzeiten zusammenzuhalten, ist das Beste an unserem Land – unser Mitgefühl, unsere Einheit und unsere Anteilnahme füreinander.« Seine geplante Reise zur Münchner Sicherheitskonferenz sagte Carney ab. Das Treffen beginnt am 13. Februar.
