Brigitte Macron hat nach ihren abfälligen Äußerungen über eine Gruppe Feministinnen öffentlich Bedauern ausgedrückt. »Es tut mir leid, wenn ich die weiblichen Opfer verletzt habe, ich denke nur an sie und nur an sie allein«, sagte Frankreichs Première Dame dem Onlinemagazin »Brut« . Vor gut einer Woche hatte Macron im Gespräch mit Schauspieler und Komiker Ary Abittan eine Gruppe Feministinnen als »dreckige Vollidiotinnen« bezeichnet. Am Vortag hatten die Aktivistinnen Abittans Bühnenauftritt unterbrochen und ihn einen Vergewaltiger genannt.
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Bei dem Gespräch mit einem kleinen Kreis von Menschen hinter der Bühne habe sie sich privat und unbeobachtet gefühlt. Sie habe nicht mitbekommen, dass jemand ihren kurzen Austausch mit dem Schauspieler filmt. Sie habe den Schauspieler nach dem Vorfall beruhigen wollen, »sicherlich ungeschickt, aber mir standen in diesem Moment keine anderen Worte zur Verfügung«.
Macron verteidigt Recht auf unangemessenes Verhalten im Privatleben
Brigitte Macron stellte außerdem klar, dass sie nicht rund um die Uhr die Präsidentengattin sei. »Ich bin zwar die Ehefrau des Präsidenten der Republik, aber in erster Linie bin ich ich selbst. Und wenn ich privat unterwegs bin, kann ich mich völlig unangemessen gehen lassen.«
Macron hatte die Feministinnen als »sales connes« bezeichnet, wofür die Übersetzung im Deutschen von »dreckige Schlampen« über »Vollidiotinnen« bis zu »dreckigen Miststücken« reicht.
Abittan, auch in Deutschland bekannt durch seine Rolle im Erfolgsfilm »Monsieur Claude und seine Töchter«, war 2021 von einer damals 23 Jahre alten Frau der Vergewaltigung beschuldigt worden. Mit ihr war er einige Wochen zusammen gewesen. Im April 2024 wurden die Ermittlungen gegen ihn eingestellt. Erst nach einer längeren Beeinträchtigung seiner Karriere kehrte Abittan mit einer Show auf die Bühne zurück. Zuvor hatte es bereits Aktionen von Aktivistinnen gegeben.
