SpOn 07.01.2026
15:01 Uhr

Brigitte Bardot: Beisetzung in Saint-Tropez mit Marine Le Pen


In Saint-Tropez haben Freunde und Familie Abschied von Brigitte Bardot genommen. Auch Rechtspopulistin Marine Le Pen nahm an der Feier teil, die Macrons fehlten. Kurz zuvor wurde die Todesursache der Schauspielerin öffentlich.

Brigitte Bardot: Beisetzung in Saint-Tropez mit Marine Le Pen

Saint-Tropez trauert um die französische Schauspielikone Brigitte Bardot. Nach einer privaten Trauerfeier wurde Bardot im Familiengrab mit Blick auf das Mittelmeer beerdigt. Die Schauspielerin starb am 28. Dezember. Sie wurde 91 Jahre alt.

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Lange war spekuliert worden, wer zu den Trauergästen zählen würde. Nun zeigte sich: Neben Bardots Sohn, zu dem die Beziehung zeitweise angespannt war, erwiesen auch der kanadisch-amerikanische Umweltaktivist Paul Watson sowie der französische Schauspieler Bernard Montiel Bardot die letzte Ehre. Auch Politiker waren zu Gast, am prominentesten: die französische Rechtspopulistin und dreimalige Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen.

Marine Le Pen und RN-Politiker Steeve Briois unterwegs zur privaten Trauerfeier

Marine Le Pen und RN-Politiker Steeve Briois unterwegs zur privaten Trauerfeier

Foto: Manon Cruz / REUTERS
Auch Umweltaktivist Paul Watson war geladen

Auch Umweltaktivist Paul Watson war geladen

Foto: Thibaud Moritz / AFP

Le Pen hatte schon im Vorfeld verkündet, an der Trauerfeier teilnehmen zu wollen – »in persönlicher und freundschaftlicher Funktion«, wie sie auf der Plattform X schrieb. Bardots Ehemann Bernard d'Ormale war als Berater für Le Pens Vater tätig. Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte waren nicht unter den Trauergästen.

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In der Kirche Notre-Dame de l'Assomption war ein großes Porträt der französischen Schauspielerin zu sehen. Das Programm zierte ein Schwarz-Weiß-Foto Bardots aus jungen Jahren, auf dem sie ein Robbenbaby umarmt. Fans und Bewohner von Saint-Tropez konnten die Zeremonie auf Großbildleinwänden verfolgen.

Foto aus jüngeren Jahren: Bardot mit Robbe

Foto aus jüngeren Jahren: Bardot mit Robbe

Foto: Miguel Medina / AFP

Ihr 65 Jahre alter Sohn Nicolas-Jacques Charrier gedachte seiner Mutter mit einem Blumengebinde mit Mimosen und den Worten »Für Mama«. Er lebt mit seinen Töchtern und Enkelinnen in Oslo. Bardot hatte das Sorgerecht seinem Vater Jacques Charrier überlassen und erklärt, dass sie keine mütterlichen Gefühle hege.

Ihr vierter und letzter Ehemann d'Ormale erklärte, es sei ursprünglich Bardots Wunsch gewesen, sich auf ihrem Anwesen La Madrague bestatten zu lassen. Davon habe sie sich jedoch vor ihrem Tod verabschiedet. »Sie sah ein, dass es für die Stadtverwaltung schwierig wäre«, sagte er und verwies darauf, dass sie mit zahlreichen Besuchern ihres Grabes gerechnet habe.

Todesursache Krebs

Im Interview gab d'Ormale außerdem die Todesursache seiner Frau bekannt: »Sie hat zwei Operationen überstanden, aber dann ist sie an Krebs gestorben.« Die Art der Krebserkrankung nannte er nicht. Es ist bekannt, dass Bardot in den Achtzigerjahren Brustkrebs hatte.

Bardot 1965 bei einer Pressekonferenz

Bardot 1965 bei einer Pressekonferenz

Foto: AFP

Bardot hatte 1956 mit dem Film »Und immer lockt das Weib« Weltruhm erlangt, in dem sie eine junge Frau spielt, die selbstbewusst ihre sexuellen Bedürfnisse auslebt. Bis Anfang der Siebzigerjahre drehte Bardot etwa 50 Filme, darunter mit angesehenen Regisseuren wie Jean-Luc Godard und Louis Malle. Sie gehörte zu den meistfotografierten Frauen der Welt.

Sprachrohr für Tierschutz und Rechte

1973 gab Bardot ihre Schauspielkarriere auf und widmete ihr Leben fortan bedrohten Tieren, versteigerte für die Gründung einer Stiftung gar Teile ihres Besitzes. »Sie war bis zum Ende geistig anwesend und am Tierschutz interessiert«, sagte d'Ormale mit Blick auf Bardots größtes Anliegen nach dem Ende ihrer Schauspielzeit.

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Politisch driftete Bardot nach rechts außen ab und wurde mehrfach wegen rassistischer Äußerungen zu Geldstrafen verurteilt. Lesen Sie hier  mehr über das Leben der französischen Schauspielerin.

atr/AFP