SpOn 23.09.2026
23:34 Uhr

Brasilien: Rekordhitze und El Niño verschärfen Feuerkrise in Manaus


Zahlreiche Brände haben die Amazonas-Metropole Manaus in dichten Rauch gehüllt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Feuer um mehr als 300 Prozent gestiegen – auch wegen des Klimaphänomens El Niño.

Brasilien: Rekordhitze und El Niño verschärfen Feuerkrise in Manaus

Die Luftqualität in der brasilianischen Amazonas-Metropole Manaus ist wegen zahlreicher Brände in der Region stark beeinträchtigt. Die städtische Gesundheitsbehörde Semsa stufte die Luftqualität wegen dichtem Rauches als sehr schlecht ein und riet dazu, Aktivitäten im Freien zu reduzieren und bei unvermeidbarer Belastung eine geeignete Maske zu tragen.

Hohe Temperaturen, geringe Luftfeuchtigkeit und die atmosphärischen Bedingungen begünstigen nach Angaben der Behörden die Ansammlung von Schadstoffpartikeln. Auch Winde können Rauch aus anderen Regionen in Richtung der Stadt tragen. Am Dienstag hatte Manaus nach Angaben des brasilianischen Wetterdienstes Inmet mit 38,6 Grad Celsius den höchsten Wert des Jahres erreicht.

Foto: Suamy Beydoun / dpa

Die Zahl der registrierten Brände nahm in der Region nach Angaben der Feuerwehr im September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 300 Prozent zu. Fast alle diese Brände seien demnach von Menschen verursacht. Als Ursachen nannte die Feuerwehr unter anderem die Brandrodung, weggeworfene Zigaretten und außer Kontrolle geratene kleine Feuer.

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Die Entwicklung fällt in eine ausgeprägte Trockenphase im Amazonasgebiet. Das brasilianische Gesundheitsministerium führt die Wetterlage auch auf das stark ausgeprägte Klimaphänomen El Niño zurück und erwartet im Norden eine verlängerte Trockenheit sowie ein erhöhtes Risiko für Brände. Seit dem 9. September gilt in Amazonas ein 120-tägiges Verbot von gezielten Bränden für die Landwirtschaft.

jah/dpa