SpOn 28.01.2026
07:59 Uhr

Borkum: Manövrierunfähiger Frachter zurück zum Hafen in Emden geschleppt


Weil im Maschinenraum ein Brand ausgebrochen war, ankerte ein mit 1300 Autos beladener Frachter vor der Nordseeinsel Borkum. Dutzende Einsatzkräfte kämpften stundenlang um die Sicherheit von Crew und Ladung.

Borkum: Manövrierunfähiger Frachter zurück zum Hafen in Emden geschleppt

Der nach einem Brand manövrierunfähige Autotransporter MS »Thames Highway« ist zum Emder Hafen zurückgeschleppt worden. Das sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Einsatzkräfte löschten die Flammen demnach vollständig, laut Havariekommando wurde niemand verletzt.

Der Frachter war mit fast 1300 Fahrzeugen – darunter knapp 480 Elektroautos – am Montagabend von Emden unterwegs nach Grimsby in Großbritannien, wie das Havariekommando mitteilte. Das Schiff war noch nicht weit gekommen, als die Crew Flammen im Maschinenraum entdeckte. Die Besatzung habe den betroffenen Teil luftdicht verschlossen und eine weitere Ausbreitung des Feuers verhindert.

Der 149 Meter lange und 25 Meter breite Frachter ankerte außerhalb des Fahrwassers der Emsmündung nordwestlich der Nordseeinsel Borkum. Rund um das Schiff türmten sich die Wellen den Angaben zufolge zeitweise auf bis zu zwei Meter. Wegen Maschinenschäden sei es manövrierunfähig gewesen.

Hilfe aus der Luft

Gegen Mitternacht kam Hilfe: Ein Hubschrauber brachte die ersten Einsatzkräfte an Bord. Sie löschten die Flammen. Zwei Teams speziell ausgebildeter Feuerwehrleute aus Cuxhaven und Wilhelmshaven blieben bis zum späten Vormittag auf dem Schiff, um nach Glutnestern zu suchen. Sie stellten nach eigenen Angaben keine weiteren Brand- und Rauchentwicklungen mehr fest.

Ein Hubschrauber brachte die letzten Helfer zurück an Land

Ein Hubschrauber brachte die letzten Helfer zurück an Land

Foto:

Havariekommando / dpa

Das Havariekommando gab schließlich Entwarnung: »An Bord befinden sich 18 Besatzungsmitglieder, es gibt keine Verletzten und keinen Schadstoffaustritt«, hieß es in einer Mitteilung. Ein Hubschrauber brachte die letzten Helfer mittags zurück an Land. Mehr als 60 Einsatzkräfte, vier Schiffe und zwei Hubschrauber seien beteiligt gewesen.

Ein privates Bergungsunternehmen schleppte das Schiff zurück in den Emder Hafen. Der Frachter wird voraussichtlich einige Tage dort liegen bleiben. Wegen des Brandes darf er nicht auslaufen.

Ein privates Bergungsunternehmen schleppte das Schiff zurück in den Emder Hafen

Ein privates Bergungsunternehmen schleppte das Schiff zurück in den Emder Hafen

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diebildwerft / IMAGO

Experten prüfen den Angaben zufolge zunächst nun, welche Schäden es gibt und wie diese repariert werden können. Auch alle Sicherheitsbedenken müssten geklärt werden, bevor der Autotransporter den Hafen wieder verlassen darf.

Die Wasserschutzpolizei ermittelt noch, wie es zu dem Brand kommen konnte. »Die Ladung ist in keiner Weise in Mitleidenschaft gezogen worden«, sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei. Unklar ist noch, wie hoch der Schaden am Schiff ist.

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wit/dpa