Ex-Grünenpolitiker Boris Palmer, 53, wäre gern ein Gorilla – jedenfalls wenn es um seine Haarpracht geht. Er sei gerade beim Friseur und habe sich dort »den Wunsch nach Extensions in Gorilla-Silbergrau erfüllt«, schrieb Palmer jüngst in einem Beitrag auf Instagram.
Dazu postete er ein Foto, das ihn mit langer, silbergrauer Vokuhila-Mähne zeigte. Es wurde seinen Angaben nach in einem Salon in Tübingen, wo Palmer Oberbürgermeister ist, aufgenommen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Die »Bild«-Zeitung fragte Palmer nach Hintergründen zu seinem neuen Look. Reichlich spöttisch antwortete der 53-Jährige, er habe eine »spontane Entscheidung« auf dem Frisierstuhl getroffen, wolle aber bis auf Weiteres genau so herumlaufen. Denn: »Mit diesem Haarschnitt habe ich größere Chancen, bei der Seniorenvereinigung der Grünen aufgenommen zu werden.«
Palmer war von 1996 bis 2023 Mitglied der Grünen. Nach innerparteilichen Zerwürfnissen ließ er seine Mitgliedschaft ab 2022 ruhen, trat ein Jahr später schließlich aus der Partei aus.
»Es war KI«
Eine Nachfrage bei Palmers Friseur Andreas Preßler brachte der »Bild« schließlich Klarheit: »Es war KI«, gab der Coiffeur der Zeitung gegenüber zu. Man habe ChatGPT befragt und nach zehn Minuten den Vokuhila-Palmer fertig gehabt, so Preßler.
Und warum das Ganze? Man habe mit dem Bild einerseits die Menschen zum Schmunzeln bringen wollen. Andererseits sahen Preßler und Palmer ihre Aktion auch als Experiment: »Wie leicht ist es doch, mit gefälschten Bildern Stimmung zu machen!«, sagte Preßler.
In der Tat hatten sich zahlreiche Menschen auf Instagram zum vermeintlichen Makeover geäußert: »Bisschen noch, dann verwechselt man Sie mit Richard David Precht«, schrieb eine Userin. »BILDHÜBSCH 😍😂«, kommentierte eine andere. »Sie sind ja noch jung, Sie können sowas tragen 😎😉. 👍«, fand ein dritter Nutzer.
Anlässlich seines Parteiaustritts schrieb der SPIEGEL im Mai 2023, Palmer sei schon immer verhaltensauffällig und auf Konfrontation aus gewesen. Mit seinem Holocaustvergleich hatte der Tübinger Oberbürgermeister jedoch eine rote Linie zu viel überschritten. Lesen Sie hier die ganze Analyse.
