Einem früheren Jugendtrainer eines Bochumer Fußballvereins wird sexueller Kindesmissbrauch vorgeworfen. Der Mann befindet sich deswegen bereits seit Ende Januar in Untersuchungshaft, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Es sei von Wiederholungsgefahr auszugehen, begründete sie. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.
Zur ermittelten Zahl der mutmaßlichen Opfer und auch zur Frage, in welchem Kontext die Übergriffe geschehen sein sollen, machte sie zunächst keine Angaben. Die »Westdeutsche Allgemeine Zeitung« hatte berichtet, dass auch Kinder aus dem Fußballverein betroffen sein sollen, bei dem der Mann als Trainer gearbeitet habe.
Wegen der laufenden Ermittlungen und um mutmaßliche Opfer zu schützen, ist die Staatsanwaltschaft mit Angaben zum Fall und seinem Ausmaß sehr zurückhaltend. Eine Anzeige von Betroffenen habe die Ermittlungen ins Rollen gebracht, so die Sprecherin. Dem Tatverdächtigen werde auch der Besitz von Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern vorgeworfen. Man gehe von einem Tatzeitraum von 2022 bis 2025 aus. Die Ermittler stehen nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Austausch mit dem nicht genannten Fußballverein.
