Die südkoreanische Kryptobörse Bithumb hat ihren Kunden versehentlich Bitcoins im Wert von rund 37 Milliarden Euro übertragen. Eigentlich sollten Hunderte Personen im Rahmen einer Werbeaktion Treuepunkte oder kleine Geldprämien von 2000 koreanischen Won (etwa 1,16 Euro) erhalten. Stattdessen bekamen sie je mindestens 2000 Bitcoins.
Medienberichten zufolge hatten rund 700 Nutzer eine sogenannte »Random Box«, also eine Überraschungsbox, erworben. Etwa 240 von ihnen hätten diese geöffnet.
Bithumb schränkte den Handel für die betroffenen Kunden anschließend ein, sie durften sich rund eine halbe Stunde lang kein Geld auszahlen lassen. Laut koreanischen Medien schafften es einige aber, ihre Bitcoins zu verkaufen. Sie sollen Gewinne von Hunderten Millionen Won gemacht haben.
Der Fehler sorgte für einen Ausverkauf, der den Bitcoin-Kurs an der Börse am Freitag kurzzeitig um 17 Prozent einbrechen ließ. Bithumb entschuldigte sich. Die Marktpreise seien innerhalb »von fünf Minuten wieder auf ein normales Niveau« gestiegen.
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»Dieser Vorfall steht nicht im Zusammenhang mit Hackerangriffen oder Sicherheitslücken«, teilte die Handelsplattform weiter mit. Eigenen Angaben zufolge habe sie 99,7 Prozent der irrtümlich verteilten Bitcoins zurückgeholt. Bithumb ist nach Upbit die zweitgrößte Kryptobörse in Südkorea.
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