SpOn 23.02.2026
16:37 Uhr

Bielefeld: Seltenes Ereignis - eineiige Drillinge geboren


Sie heißen Klara, Romy und Jette: In Bielefeld sind eineiige Drillinge zur Welt gekommen – ein extrem seltenes Ereignis. Vater Max kündigte angesichts des Familienzuwachses schon eine Anschaffung an.

Bielefeld: Seltenes Ereignis - eineiige Drillinge geboren

In Bielefeld sind am Montag Drillinge zur Welt gekommen – und zwar eineiige. Das Evangelische Krankenhaus Bethel (EvKB) sprach in einer Pressemitteilung  von einem seltenen Glück und einer Sensation. »Dass sich eine einzige befruchtete Eizelle gleich mehrfach teilt, ist extrem selten«, erklärt Constanze Banz-Jansen, Chefärztin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im EvKB. Die Wahrscheinlichkeit bei spontanen Schwangerschaften lässt sich laut Mitteilung nur schätzen: Ein Fall komme auf hunderttausend bis eine Million Geburten.

Um 10.43, 10.44 und 10.47 Uhr kamen Romy, Klara und Jette zur Welt. Die Drillingsschwestern kamen den Angaben zufolge sieben Wochen zu früh und wiegen jeweils rund 2000 Gramm. Ohne Beatmung wurden die drei von der Intensivstation auf die Normalstation verlegt. Mutter Mara Deboer, 33, hatte in der neunten Schwangerschaftswoche beim Ultraschall nicht mit mehreren Kindern gerechnet. »Dann hat der Frauenarzt am Monitor durchgezählt«, erinnert sich das Paar. »Wir haben uns spontan sehr gefreut«, erinnern sich beide. »Davor hatten wir nicht einmal mit Zwillingen gerechnet.«

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Auch für die Klinik stellte die Schwangerschaft und Geburt eine Herausforderung dar. So seien drei Hebammen für den Kaiserschnitt benötigt worden, hieß es in der Mitteilung. Ab der 20. Schwangerschaftswoche sei Mara Deboer alle sechs Tage untersucht worden, unter anderem von Spezialisten des EvKB. Die Zeitung »Neue Westfälische « berichtete zudem, dass alle drei Kinder so stabil zur Welt kamen, werde von allen Beteiligten als ausgesprochen günstiger Verlauf für eine solche Hochrisikoschwangerschaft gewertet.

Zu Hause wartet eine dreijährige Tochter auf die Schwestern. Vater Max kündigte der Klinik zufolge schon einmal die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs als Reaktion auf die neuen Verhältnisse an. »Jetzt gibt’s halt einen Bulli«, sagte er demnach.

sol/dpa