Die Rede ist von »Völkermord-Vorwürfen, antisemitischen Ausfällen und Drohungen gegen Deutschland auf der Berlinale«: CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann hat sich mit drastischen Worten auf X über die Preisverleihung des Filmfestivals Berlinale geäußert. »Die abstoßenden Szenen bei der Preisverleihung unterstreichen die Notwendigkeit, klar Stellung zu beziehen und Antisemitismus als besonders schweren Fall der Volksverhetzung einzustufen«, schrieb er weiter. Es dürfe weder »in der Öffentlichkeit, bei Veranstaltungen oder im Netz« eine »Bühne für Israel-Hasser« geben.
Völkermord-Vorwürfe, antisemitische Ausfälle und Drohungen gegen Deutschland auf der #Berlinale sind absolut inakzeptabel. Die abstoßenden Szenen bei der Preisverleihung unterstreichen die Notwendigkeit, klar Stellung zu beziehen und #Antisemitismus als besonders schweren Fall…
— Alexander Hoffmann (@Hoffmann_MdB) February 22, 2026
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Bei der Berlinale-Schlusszeremonie am Samstagabend gewann der syrisch-palästinensische Regisseur Abdallah Alkhatib mit seinem Episodenfilm »Chronicles from the Siege« den Preis für das beste Spielfilmdebüt. In dem Film erzählt Alkhatib die Geschichten aus der Belagerung einer palästinensischen Bevölkerung in einer halb zerstörten Stadt, die nicht explizit Gaza genannt wird.
In seiner Rede kritisierte Alkhatib die deutsche Regierung für ihre »Partnerschaft bei Israels Völkermord« in Gaza. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) soll bereits während der Rede den Saal verlassen haben. Er sei als einziger Vertreter der Bundesregierung bei der Gala gewesen, teilte ein Sprecher seines Ministeriums der Nachrichtenagentur dpa mit.
Auch davon abgesehen war der Gazakrieg Thema bei der Preisverleihung: Die libanesische Regisseurin Marie-Rose Osta, die für ihren Kurzfilm »Yawman ma walad« (»Someday a Child«) ausgezeichnet wurde, sagte, dass der Waffenstillstand nicht eingehalten werde und zahlreiche Kinder im Libanon und in Gaza von israelischen Bomben bedroht würden. Mehr über den Abend der Berlinale-Preisverleihung lesen Sie hier .
Zu Beginn des Abends war Festivalleiterin Tricia Tuttle auf die Kritik an der Berlinale in Bezug auf den Gazakrieg eingegangen. Zuvor hatten mehr als 80 Filmschaffende, darunter Stars wie Javier Bardem und Tilda Swinton, in einem offenen Brief das »Schweigen« der Berlinale zum Krieg kritisiert. Kritik zu üben, sei Teil der Demokratie, betonte sie. Ein Festival wie die Berlinale könne die Konflikte der Welt nicht lösen. »Aber es kann Raum schaffen für Komplexität, für Zuhören und dafür, einander zu vermenschlichen.«
