Zehntausende Berlinerinnen und Berliner müssen derzeit ohne Strom und Heizung auskommen, und das vermutlich auch noch mehrere Tage. Journalistin Franca Lehfeldt, 36, hat sich nun als Betroffene zu Wort gemeldet.
Die Ehefrau von Ex-FDP-Chef Christian Lindner schreibt: »Seit über 24 Stunden sind über 35.000 Haushalte im Berliner Südwesten ohne Strom und Wärme, wir sind einer davon«, heißt es in einem Instagrampost . Anschließend wechselt sie auf die politische Ebene: »Wie kann es in der Hauptstadt der Bundesrepublik sein, dass kritische Infrastruktur so leicht zugänglich ist, dass sie für Tage sabotiert werden kann?«, fragt Lehfeldt.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Wer für die Situation ihrer Ansicht nach mitverantwortlich ist, daran lässt Lehfeldt keinen Zweifel: Das Engagement von Einsatzkräften und die Solidarität unter Nachbarn sei nur »ein kleiner Trost angesichts des Versagens der Berliner Landesregierung«. Öffentliches Geld werde »für alles Mögliche« eingesetzt. »Bei wesentlichen Fragen wie Sicherheit oder Bildung überzeugt der Staat den Steuerzahler nicht mehr.«
- Blackout in der Hauptstadt: Immer noch mehr als 13.000 Menschen in Berlin ohne Strom
- Stromausfall in Berlin: »Den Tätern würde ich gern schreiben: Ihr habt das Leben einer 94-Jährigen zerstört« Von Jan Petter
- Mutmaßlicher Anschlag in Berlin: Senatorin bittet um Bundeshilfe bei Stromausfall-Ermittlungen
(Behalten Sie den Überblick: Jeden Werktag gegen 18 Uhr beantworten SPIEGEL-Autorinnen und -Autoren die wichtigsten Fragen des Tages im Newsletter »Die Lage am Abend« – hintergründig, kompakt, kostenlos. Hier bestellen Sie Ihr News-Briefing als Mail.)
Lehfeldt kritisiert in der Folge weiter: »Mit den Infrastruktur-Milliarden des Bundes will das Land Berlin u.a. allen Ernstes eine Million Bäume pflanzen, die Kosten werden auf 3,2 Milliarden Euro beziffert.« Sie meint damit den Plan der Stadt, die Zahl der Bäume in Berlin bis zum Jahr 2040 aus Klimaschutzgründen zu verdoppeln.
Stromausfall in Berlin
Sebastian Gollnow / Sebastian Christoph Gollnow / dpa
Man solle das Projekt erst angehen, »wenn die Stromversorgung in Berlin gegen Extremisten gesichert ist«, schließt sie.
Wie Betroffene in Berlin den Blackout erleben, lesen Sie hier.
