SpOn 27.09.2026
11:56 Uhr

Berlin-Marathon: Krämpfe stoppen Tigst Assefa knapp vor dem Weltrekord


Tigst Assefa liegt beim Berlin-Marathon auf Weltrekordkurs. Dann bekommt die Äthiopierin Krämpfe – und leidet sich dennoch zum Streckenrekord. Bei den Männern siegt ihr Landsmann Guye Adola.

Berlin-Marathon: Krämpfe stoppen Tigst Assefa knapp vor dem Weltrekord

Die Äthiopierin Tigst Assefa hat beim Marathon in Berlin nach einem dramatischen Finish den Weltrekord knapp verpasst. Sie bekam auf dem letzten Kilometer plötzlich Krämpfe, stellte aber mit 2:11:04 Stunden einen neuen Streckenrekord auf.

Sie verfehlte hingegen den Weltrekord von Ruth Chepngetich, die 2024 in Chicago nach 2:09:56 Stunden ins Ziel gekommen war. Die Kenianerin ist derzeit wegen eines positiven Dopingtests gesperrt. Ihr Weltrekord hat aber Bestand – auch nach dem 52. Berlin-Marathon.

»Es ist schon bitter, aber das ist halt Marathon. Marathon hat seine eigenen Gesetze. Der entscheidet sich wirklich erst im Ziel. Ich denke, bei ihr waren es die Muskeln, die dann zugemacht haben. Die wird erst in zwei, drei, vier Tagen sich freuen können über ihre Bestzeit«, sagte RTL-Expertin Sabrina Mockenhaupt über das Leiden der Siegerin.

Assefa wiederholte ihren Triumph von 2022 und 2023. Vor drei Jahren war sie in 2:11:53 Stunden Weltrekord gelaufen. Dann nahm Chepngetich ihr die Bestmarke ab. »Ich bin sehr gut vorbereitet und will meine Bestzeit unterbieten«, hatte Assefa vor dem Lauf gesagt. Die nach Angaben des Leichtathletik-Weltverbands 29-Jährige peilte in Berlin den Weltrekord an – und lange sah es auf den Straßen Berlins auch danach aus.

Konstant hohes Tempo

Bei nahezu optimalen Bedingungen in der Hauptstadt lief Assefa angetrieben von mehreren Tempomachern und Zehntausenden Fans an der Strecke von Beginn an ein einsames Rennen bei den Frauen. Die Olympiazweite von Paris und WM-Zweite von Tokio ging ihr Rennen allerdings etwas langsamer an als Chepngetich bei ihrem Weltrekord in Chicago.

Doch Assefa hielt das Tempo auf der zweiten Hälfte des Marathons konstant hoch. Als sie auf Weltrekordkurs war, hatte sie plötzlich mit Schmerzen zu kämpfen.

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Esther Pfeiffer, die den deutschen Rekord von Irina Mikitenko aus dem Jahr 2008 (2:19:19 Stunden) knacken wollte, erlebte einen bitteren Tag. Sie musste beim zweiten Marathon in ihrer Karriere schon nach rund 15 Kilometern aufgeben.

Bei den Männern siegte Guye Adola aus Äthiopien nach der verletzungsbedingten Absage des Weltrekordlers Sabastian Sawe in 2:02:51 Stunden. Die schnellsten deutschen Marathonläufer um Europameister Amanal Petros waren in Berlin nicht am Start.

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tgk/dpa