SpOn 30.01.2026
15:12 Uhr

Berlin: Ute Bonde erlaubt Streusalz gegen Glatteis


Seit Tagen ist es in Berlin gefährlich glatt. Eine Sonderregelung soll nun ermöglichen, Gehwege vom Eis zu befreien. Auch in Hamburg reagiert man auf das weiter winterliche Wetter.

Berlin: Ute Bonde erlaubt Streusalz gegen Glatteis

Auf den Gehwegen in Berlin soll nun doch kurzfristig Streusalz gegen Glatteis erlaubt sein. Das kündigte Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) an. Rechtliche Grundlage sei eine von ihr erlassene Allgemeinverfügung. Man wolle die Möglichkeiten des Senats vollumfänglich ausschöpfen, um die Sicherheit auf Berlins Gehwegen wiederherzustellen.

Dazu sei auch geplant, sämtliche verfügbaren Ressourcen für die Glättebekämpfung einzusetzen. Noch im Tagesverlauf sei ein Treffen mit den Bezirken und landeseigenen Unternehmen wie der Berliner Stadtreinigung (BSR) geplant. Ziel sei ein abgestimmtes Vorgehen.

Bonde erinnerte erneut daran, dass für das Beräumen und Streuen der Gehwege die Anlieger zuständig sind. Aktuell ist in der Stadt zu sehen, dass sich viele Hauseigentümer nicht oder nicht ausreichend um den Winterdienst kümmern. Schon seit Tagen ist es vor allem auf Gehwegen spiegelglatt.

Im Abgeordnetenhaus hatte die CDU vor rund zwei Wochen einen dringlichen Antrag zur Änderung des Straßenreinigungsgesetzes vorgelegt, um den eigentlich verbotenen Einsatz von Tausalz in Ausnahmefällen zu ermöglichen. Die SPD signalisierte nun Zustimmung. Eine Gesetzesänderung dauert allerdings Wochen oder gar Monate und hilft in der aktuellen Situation nicht. Daher geht Bonde jetzt andere Wege.

Hamburg erlaubt Streusalz

Auch im Norden reagiert die Behörde auf die Glätte: In Hamburg ist der Einsatz von Tausalz auf Nebenflächen ab sofort wieder erlaubt. Wie die zuständige Verkehrsbehörde mitteilte, wurde eine bis zum 13. Februar gültige Allgemeinverfügung erlassen. Damit kann in der Hansestadt klassisches Streusalz verwendet werden, um vereiste Gefahrenquellen zu beseitigen.

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Die Stadt reagiere damit »auf den Dauerfrost und die damit verbundenen Gefahren durch Eisplatten und festgetretenen Schnee«, hieß es in einer Mitteilung der Behörde. Schon Anfang des Monats war das Verbot vorübergehend aufgehoben worden.

esk/dpa