SpOn 27.01.2026
08:45 Uhr

Berlin: Straßenbahn fährt wegen vereisten Oberleitungen nicht


In Berlin fährt wegen vereister Oberleitungen derzeit keine Tram. Auch andernorts hat das Winterwetter Folgen: In Teilen Bayerns fällt der Präsenzunterricht aus, es gab Unfälle auf glatten Straßen.

Berlin: Straßenbahn fährt wegen vereisten Oberleitungen nicht

Die Menschen in Berlin müssen derzeit auf die Straßenbahn verzichten. Wegen Eisregens seien die Oberleitungen in kürzester Zeit großflächig eingefroren, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit. Solange sich die Temperaturen kaum über null Grad bewegten, bilde sich immer wieder neues Eis – die Enteisung dauere daher an.

Ein Expertenteam arbeite an Lösungen und Alternativen, hieß es. Die BVG sei dazu auch mit der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klima und Umweltschutz im Austausch. »Wir tun mit allen verfügbaren Kräften alles dafür, den Straßenbahnverkehr so schnell wie möglich wieder zum Laufen zu bringen«, sagte die BVG-Betriebschefin für U-Bahn und Straßenbahn, Meike Brännström, am Montag laut dpa.

Warum die Enteisung so aufwendig ist

Nach BVG-Angaben können vereiste Oberleitungen nicht automatisiert enteist werden: Jeder Streckenabschnitt müsse manuell bearbeitet werden. Dafür seien drei Turmwagen unterwegs, jeweils mit drei Beschäftigten, die das Eis in Handarbeit entfernen müssten.

Bevor ein Abschnitt wieder freigegeben wird, fährt nach BVG-Angaben eine Straßenbahn ohne Fahrgäste hinter dem Turmwagen her. Erst wenn sicher sei, dass die Technik funktioniere, werde der Betrieb wieder aufgenommen. Busse fahren laut BVG weitgehend normal. Die Stromschienen der U-Bahn seien dank eines intensiven nächtlichen Einsatzes nun auch oberirdisch vollständig enteist.

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Nicht nur in Berlin sorgt das Winterwetter für Einschränkungen. In Teilen Bayerns fällt wegen der Witterung der Präsenzunterricht aus. Vor allem in einigen fränkischen Landkreisen müssen Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben, da die Sicherheit auf den Schulwegen nicht garantiert werden könne, meldet der »Bayerische Rundfunk« .

Radfahrer von Ast getroffen

In Bamberg wurde ein Fahrradfahrer von einem herabstürzenden Ast getroffen und schwebt nun in Lebensgefahr. Wie ein Polizeisprecher sagte, sei der Ast wegen der Schneelast abgebrochen. Der 41-Jährige ist demnach im Krankenhaus.

In Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen kam es vereinzelt zu Unfällen wegen glatter Straßen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte Autofahrerinnen und Autofahrer weiterhin vor Glätte. Bei Temperaturen zwischen null und minus vier Grad komme es aufgrund von gefrierendem Matsch und Nässe zu leichtem Frost und rutschigen Straßen. Gebietsweise sei morgens auch gefrierender Sprühregen möglich.

Das Wetter in Rheinland-Pfalz und dem Saarland bleibt demnach winterlich, in den Nächten könnte es glatt werden. Zunächst soll es trocken bleiben, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. In der zweiten Tageshälfte sei mit Regen zu rechnen, im Westerwald könne es schneien. Dort seien auch Schneeregen oder gefrierender Regen möglich. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen ein und fünf Grad.

Etwas regnen könnte es auch in der Nacht auf Mittwoch. In Hochlagen seien zudem Schnee und gefrierender Regen möglich. Verbreitet ist mit Glätte zu rechnen. Am Mittwoch kommt es bei ähnlichen Temperaturen wie am Vortag weiterhin zu Regenfällen.

kry/dpa