SpOn 04.01.2026
13:20 Uhr

Berlin: Staatsschutz prüft mutmaßliches Bekennerschreiben


Bürgermeister Kai Wegner geht von einem linksextremen Anschlag aus: Nach dem Stromausfall in Berlin ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht.

Berlin: Staatsschutz prüft mutmaßliches Bekennerschreiben

Der Stromausfall im Südwesten Berlins ist möglicherweise Folge eines politisch motivierten Anschlags. Nach dem Brand tauchte ein Bekennerschreiben auf, das vom zuständigen Staatsschutz des Berliner Landeskriminalamts geprüft wird. Das Schreiben soll laut Medienberichten von der linksextremistischen »Vulkangruppe« stammen.

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner sprach während der noch andauernden Ermittlungen bereits über die möglichen Täter: »Es ist inakzeptabel, dass erneut offenkundig Linksextreme unser Stromnetz angreifen und damit Menschenleben gefährden«, sagte er.

Am frühen Samstagmorgen hatte der Brand an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal zum Kraftwerk Lichterfelde wichtige Leitungen beschädigt. Von dem Stromausfall waren zunächst 45.000 Haushalte und mehr als 2200 Unternehmen betroffen. Inzwischen konnten 7000 Haushalte und 150 Gewerbekunden wieder angeschlossen werden, wie Stromnetz Berlin mitteilte. Betroffen sind die Stadtteile Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde.

Bereits am Samstag sagte eine Sprecherin von Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD), man gehe von einer mutwilligen Tat aus. Es seien Brandsätze direkt unter den Kabeln platziert worden, so Giffey selbst im RBB.

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Die Schäden am Stromnetz sind nach Angaben des Betreibers Stromnetz Berlin so schwerwiegend und die Reparatur so kompliziert, dass die Notlage außergewöhnlich lange dauern wird. Es werde mehrere Tage dauern, bis voraussichtlich alle Stromkunden wieder versorgt werden können.

jml/dpa