In Berlin ist eine 83-Jährige während des Stromausfalls in einem betroffenen Stadtteil gestorben. Ein Angehöriger fand die Frau am Dienstagabend leblos in ihrer Wohnung, sagte Polizei-Vizepräsident Marco Langner bei einer Pressekonferenz im Roten Rathaus. Im Rettungswagen wurde vergeblich versucht, sie wiederzubeleben.
Langner sprach von einem tragischen Vorfall. Die Kriminalpolizei war vor Ort, konnte jedoch nicht klären, ob der Tod durch einen Sturz oder den allgemeinen Gesundheitszustand der pflegebedürftigen Frau verursacht wurde. Eine Obduktion wurde angeordnet.
Am Morgen des 3. Januar war an einer Kabelbrücke über den Teltowkanal ein Feuer ausgebrochen, das wichtige Versorgungsleitungen zerstörte. Der Brand führte zu einem tagelangen Stromausfall im Südwesten Berlins, von dem in der Spitze mehr als 45.000 Haushalte betroffen waren. Der Blackout umfasste auch Pflegeeinrichtungen für alte und kranke Menschen. Mittlerweile werden die Menschen im Südwesten von Berlin wieder mit Strom versorgt.
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Mit einem Brandanschlag kappten mutmaßlich Linksextreme die Stromverbindung für 45.000 Haushalte. Die sogenannten Vulkangruppen verüben seit Jahren Brandanschläge in Berlin. Was hinter den Gruppierungen steckt, lesen Sie hier .
