SpOn 12.02.2026
01:40 Uhr

Berlin: Kind stirbt nach Hochhausbrand


Eine Wohnung im Osten Berlins brannte lichterloh, als die Feuerwehr eintraf. Die Einsatzkräfte retteten Schwerverletzte aus dem 20-Geschosser, für ein Kind kam jede Hilfe zu spät.

Berlin: Kind stirbt nach Hochhausbrand

Nach dem Feuer in einem Hochhaus in Berlin-Lichtenberg ist ein Kind gestorben. Das sagte ein Feuerwehrsprecher. Der Zustand des anderen Kindes und der Frau, die beide ebenfalls reanimiert werden mussten, blieb zunächst offen. Alle drei waren bewusstlos in dem Hausflur nahe der Brandwohnung gefunden worden. Rund 70 Personen hätten durch die Feuerwehr gerettet werden müssen. Acht Menschen seien in Krankenhäuser gebracht worden.

Der Brand war am Mittwochabend gegen 20:00 Uhr in einer Wohnung in dem Gebäude ausgebrochen. In dieser habe es sehr viele Einrichtungsgegenstände gegeben, sagte ein Feuerwehrsprecher, deutlich mehr als für eine Wohnung üblich. Das Feuer habe sich dadurch dort rasant ausgebreitet. Der Bewohner habe sich ersten Erkenntnissen zufolge selbst retten können.

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Für die Angehörigen der Verletzten war ein Team der psychosozialen Notfallversorgung vor Ort. Außerdem wurde für die Betreuung der Einsatzkräfte ein Einsatznachsorgeteam gerufen.

Da das gesamte Gebäude stark verraucht war, mussten etwa 60 Wohnungen kontrolliert werden, wie die Feuerwehr mitteilte. Rund 20 Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar. Das Bezirksamt Berlin kümmerte sich demnach um die Unterbringung der betroffenen Personen. Eine erste Notunterkunft konnte in einer nahe gelegenen Turnhalle eingerichtet werden.

Wohnung stand komplett in Flammen

Die Brandwohnung befindet sich laut Feuerwehr im dritten Obergeschoss eines 20-geschossigen Hochhauses im Ortsteil Friedrichsfelde im Osten Berlins. Als die Einsatzkräfte eintrafen, habe die Wohnung komplett gebrannt. Es habe eine massive Rauchausbreitung im gesamten Gebäude gegeben, aus Fenstern schlugen Flammen. Auf jeder Etage des Hochhauses befinden sich acht Wohnungen.

Die Feuerwehr sei in der Spitze mit mehr als 150 Kräften im Einsatz, hieß es. Die Polizei ermittle zur Ursache. Einsturzgefährdet sei das Haus nicht. Der Brand ist inzwischen gelöscht.

hda/dpa/AFP