SpOn 03.01.2026
09:37 Uhr

Berlin: Kältebus angezündet – Obdachloser tatverdächtig


Drei Busse der Berliner Stadtmission wurden in den vergangenen Tagen angezündet. Bei der jüngsten Brandstiftung wurde ein Mann gefasst. Nun wurde bekannt: Dieser ist selbst obdachlos.

Berlin: Kältebus angezündet – Obdachloser tatverdächtig

Der Tatverdächtige, der mindestens einen Kältebus der Berliner Stadtmission angezündet haben soll, ist wohl selbst obdachlos. Die Berliner Polizei teilte auf SPIEGEL-Anfrage mit, der 43-jährige Mann habe keinen festen Wohnsitz. Zuerst hatte die »BZ« darüber berichtet.

Polizei prüft Zusammenhang mit Brandstiftungen Ende Dezember

Der Mann hatte am Neujahrstag versucht, einen Kältebus auf einem Parkplatz der Hilfsorganisation anzuzünden. Sicherheitsmitarbeiter beobachteten den Mann, wie er an dem Bus hantierte – dieser ging kurz darauf in Flammen auf. Der Mann wurde anschließend festgenommen. Der 43-Jährige war betrunken: Eine Atemalkoholmessung ergab einen Wert von 1,6 Promille. Er sollte am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.

Bereits Ende Dezember waren zwei Kältebusse der Berliner Stadtmission ausgebrannt. Die Polizei prüft nun, ob der Mann auch für diese Taten verantwortlich ist.

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Die Kältebusse sollen verhindern, dass in Berlin Obdachlose während des Winters sterben. Sie fahren durch die Hauptstadt und suchen nach hilflosen Menschen, die es nicht mehr aus eigener Kraft in eine Notunterkunft schaffen. Sie schenken auch Tee aus und bieten den Menschen Schlafsäcke an.

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