Ein Gasmelder hat im Reichstagsgebäude in Berlin Alarm geschlagen und einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Das Gebäude war zeitweise gesperrt. Nach ersten Erkenntnissen ist höchstwahrscheinlich eine geringe Menge eines Gefahrstoffes ausgetreten, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Die Sperrung sei gegen 7.30 Uhr aufgehoben worden, teilte ein Bundestagssprecher mit.
Vermutet wurde laut Feuerwehr, dass ein zu hoch dosiertes Reinigungsmittel die Gefahrenmeldung ausgelöst hatte. Rund 80 Einsatzkräfte waren den Angaben zufolge im Einsatz. Laut Feuerwehr ging die automatische Meldung am Morgen gegen 5.15 Uhr ein. Die Einsatzkräfte verschafften sich dann einen Überblick über die Gefahrenlage. Demnach wurde ein Reinigungskonzentrat gefunden. Vor Ort sei ein sogenannter Dekontaminationsplatz für die Sicherheit der Einsatzkräfte aufgebaut worden.
Der Einsatz führte am Morgen auch zu Verkehrseinschränkungen und Umleitungen von Buslinien, die am Reichstagsgebäude entlangfahren. Das Gebäude mit der markanten Kuppel von Architekt Norman Foster ist seit 1999 Sitz des Bundestages. Es ist auch eine Touristenattraktion und eines der Wahrzeichen der Hauptstadt.
