SpOn 01.03.2026
14:56 Uhr

Berchtesgadener Alpen: Unerfahrene Schneeschuhwanderer lösen Lawine aus


In den Berchtesgadener Alpen hatten drei Menschen Glück im Unglück: Sie lösten eine Lawine aus und konnten sich anschließend selbst befreien – alpine Erfahrung besaßen sie nicht.

Berchtesgadener Alpen: Unerfahrene Schneeschuhwanderer lösen Lawine aus

Zurzeit kommt es in den Alpen immer wieder zu Lawinenabgängen, in diesem Fall kamen die Verunglückten glimpflich davon: Schneeschuhwanderer haben in den Berchtesgadener Alpen eine Lawine ausgelöst und sind davon mitgerissen worden. Laut Polizei wurde nur einer von ihnen leicht verletzt. Die Gruppe sei ohne alpine Erfahrung und die erforderliche Schutzausrüstung losgezogen, hieß es. »Sie haben Glück gehabt«, sagte ein Polizeisprecher.

Als die Einsatzkräfte am Samstag alarmiert wurden, war zunächst unklar, wie viele Personen von der Lawine verschüttet wurden. Zwei Einsatzkräfte der Bergwacht wurden mit dem Rettungshubschrauber in das Gebiet geflogen, wie die Polizei mitteilte.

Wanderer konnten sich selbstständig befreien

Den Angaben nach waren die Schneeschuhwanderer am Samstag nahe Schönau am Königssee im Landkreis Berchtesgadener Land zu fünft unterwegs. Drei von ihnen hatten beim Überqueren der Nordwestseite unterhalb des Windschartenkopfes die Lawine ausgelöst. Die Wanderer wurden bis zu einer Kante mitgerissen, an der der Hang steil abfällt. Sie hätten sich selbst befreien können. Zwei der Wanderer blieben unverletzt, der Dritte wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus geflogen.

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Die Gruppe hatte angegeben, als einzige in dem Bereich unterwegs gewesen zu sein. Die Bergwacht habe das Gelände zur Sicherheit nach weiteren verschütteten Personen abgesucht, aber keine gefunden. Dabei seien unter anderem Lawinensuchgeräte und Spürhunde zum Einsatz gekommen.

Zurzeit viele Lawinenunglücke in den Alpen

Nach starken Schneefällen kam es in den vergangenen Wochen in vielen Teilen der Alpen zu Lawinenabgängen – einige davon endeten tödlich, wie in Österreich, Frankreich, der Schweiz und Italien. Allein in Österreich und der Schweiz starben diesen Winter bereits über 30 Menschen. Ein Problem dabei ist, dass sich Wintersportler trotz höchster Lawinenwarnstufe abseits der gesicherten Piste im Gelände aufhalten und sich somit selbst in Gefahr bringen.

Wie man die Gefahren erkennen kann, welche Ausrüstung es braucht und warum es diese Saison zu so vielen dramatischen Lawinenabgängen kommt, erklärt Jörg Randl, Leiter der Abteilung Bergsport beim Österreichischen Alpenverein, hier .

kah/dpa