SpOn 03.03.2026
12:37 Uhr

Beiersdorf: Nivea-Konzern wächst kaum noch – Aktie stürzt ab


Die Wertpapiere fielen zeitweise um 18 Prozent: Beiersdorf blickt auf ein schwieriges Jahr zurück und ist auch für 2026 skeptisch. Der Chef will den Fokus nun auf »erschwingliche Gesichtspflegeangebote« legen.

Beiersdorf: Nivea-Konzern wächst kaum noch – Aktie stürzt ab

Nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2025 erwartet der Hautpflegekonzern Beiersdorf auch im laufenden Jahr kaum Besserung. Vincent Warnery, der Chef des Nivea-Konzerns, begründete die Entwicklung im vergangenen Jahr damit, dass sich der weltweite Hautpflegemarkt deutlich abgeschwächt habe. Statt um einen mittleren einstelligen Wert sei dieser um rund 1,5 bis 2 Prozent gewachsen, sagte Warnery. Verbraucher seien aufgrund von Spannungen und Konflikten sparsamer als zuvor.

Wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht, stagnierte der Umsatz des Hamburger Dax-Konzerns mit annähernd 9,9 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Organisch legte der Umsatz um 2,4 Prozent zu – und damit deutlich weniger als 2024, als das Wachstum bei 6,5 Prozent lag. Organisch heißt, dass der Wert um Einflüsse wie Wechselkurse bereinigt ist. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern blieb ohne Sondereffekte bei nahezu 1,4 Milliarden Euro. Nach Steuern verblieben 955 Millionen Euro.

»Neujustierung des Nivea-Portfolios eingeleitet«

Beiersdorf erwartet 2026 kaum oder nur wenig organisches Umsatzwachstum. Im Bereich Consumer hat das Unternehmen niedrigere Erwartungen an den Verkauf im US-Einzelhandel. Consumer ist einer von zwei Bereichen im Konzern, der andere umfasst die Konzerntochter Tesa.

Die schwachen Zahlen schrecken auch viele Anleger ab. Im Dax brachen die Aktien von Beiersdorf um mehr als 18 Prozent ein, auf den tiefsten Wert seit vier Jahren. Warnery erklärte, das Wachstum mit Produktinnovationen wieder ankurbeln zu wollen. »Wir haben eine gezielte Neujustierung des Nivea-Portfolios eingeleitet, um wieder mehr Dynamik zu entwickeln.«

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Er will dabei einen zusätzlichen Fokus auf »erschwingliche Gesichtspflegeangebote« legen. Denn die Verbraucher achten mehr auf den Preis ‌und sind wählerischer geworden. Rasche Besserung sei nicht in Sicht. Der Umbau bei Nivea werde noch bis 2027 dauern.

Nicht nur die Aktie von Beiersdorf ist massiv unter Druck geraten. Die Irankrise wirkt sich sowohl auf die Börsen als auch auf den Ölpreis aus. Lesen Sie hier mehr dazu. Was Sie als Anleger beachten sollten, erfahren Sie hier .

bam/dpa