SpOn 13.01.2026
02:26 Uhr

Bayern: Massenkarambolage auf Bundesstraße – 13 Verletzte


Die Fahrbahn war so glatt, dass auch Streufahrzeuge kaum von der Stelle kamen: Auf der Bundesstraße 173 in Oberfranken hat sich ein schwerer Unfall ereignet. In Thüringen rammte ein Schneepflug einen Rettungswagen.

Bayern: Massenkarambolage auf Bundesstraße – 13 Verletzte

13 Verletzte und viel Blechschaden hat es bei einer Massenkarambolage auf der Bundesstraße 173 bei Lichtenfels in Oberfranken gegeben. Zwei Menschen wurden schwer verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Fahrbahn sei spiegelglatt gewesen. Das benötigte Streusalz konnte nicht an die Unfallstelle gebracht werden, weil die Streufahrzeuge kaum von der Stelle gekommen seien.

In die Massenkarambolage seien 18 Autos, ein Lastwagen und ein Streufahrzeug verwickelt gewesen – zehn Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. In der Folge hätten sich mehrere weitere kleinere Unfälle mit Blechschaden ereignet. Die B173 wurde im Unfallbereich vorübergehend komplett gesperrt.

Auch auf der Autobahn A71 in Thüringen kam es zu einem Unfall mit Verletzen: Ein Schneepflug rammte einen Rettungswagen, zwei Einsatzkräfte wurden schwer verletzt. Der Winterdienst wollte an dem Einsatzfahrzeug vorbeifahren, hatte jedoch nach Angaben der Polizei seitwärts ein Schneeschild ausgefahren, womit er den Rettungswagen traf. Darin befanden sich drei Personen.

Eine 40 Jahre alte Mitarbeiterin des Rettungsdienstes und ein 38 Jahre alter Polizist erlitten schwere Prellungen und wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Fahrer eines Kleintransporters, der kurz zuvor in einen Unfall verwickelt gewesen war, blieb bei dem Zusammenprall unverletzt.

Allerdings war er bei dem vorausgegangenen Unfall leicht verletzt worden. Der 58-Jährige war laut Polizei zu schnell für die Witterungsbedingungen unterwegs, kam von der Fahrbahn ab und sein Transporter kippte um. Der Mann wurde demnach ebenfalls in Krankenhaus gebracht.

Außergewöhnliche Belastung in Notaufnahmen

Viele Glätte-Unfälle haben in den deutschen Notaufnahmen für eine außergewöhnliche Belastung gesorgt. »Eis und Schnee haben uns in den vergangenen Tagen auch in den Notaufnahmen extrem belastet«, sagte Gerald Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der »Rheinischen Post«. »Wir haben eine große Zahl an Fußgängerunfällen gesehen – überwiegend mit kleineren Verletzungen und Brüchen, aber auch mit schweren Verkehrsunfällen durch glatte Straßen.«

Das Winterwetter hatte in den vergangenen Tagen vielerorts für gefährliche Glätte und zahlreiche Unfälle gesorgt. Während sich die Lage im Westen Deutschlands weitgehend entspannt hat, müssen sich Menschen im Osten und Südosten weiterhin auf gefährliche Witterungsverhältnisse einstellen.

hen/dpa