Drei Monate hat die Kuh Arielle im Schilf des Seehamer Sees nahe München gelebt. Nun wurde sie mit einer Drohne und einem Betäubungsgewehr gefangen und auf einen Gnadenhof der Tierschutzorganisation Gut Aiderbichl gebracht. Das teilte die Organisation selbst mit.
Arielle, anderthalb Jahre alt, war zuvor von einer Weide ausgebrochen. Der Seehamer See liegt in Bayern etwa 40 Kilometer südöstlich von München, in der Gemeinde Weyarn. Bemühungen der Besitzer, die Kuh am See zu fangen oder mit Futter zu locken, blieben offenbar erfolglos. Auch die Polizei bestätigt, sie habe sich mit dem Tier befasst, allerdings auch ohne Erfolg.
Der Ausflug von Arielle konnte jedoch nicht endlos sein. Der nahende Winter bereitete der Tierschutzorganisation Sorge, allein könne die Kuh den Winter möglicherweise nicht überleben. Bereits Ende November schritt man deshalb zur Tat.
»Wir haben das Rind mit einer Drohne lokalisiert«, hieß es von Gut Aiderbichl, zuvor habe man sich mit Behörden und Besitzern abgesprochen. Anschließend sei die Kuh unter tierärztlicher Aufsicht mit einem Betäubungspfeil beruhigt worden. »Danach konnten wir das Tier vorsichtig aus dem Schilf bergen.«
Der Weg ins Winterquartier sei problemlos verlaufen, heißt es. Arielle sei jedoch nach vielen Monaten ohne Menschenkontakt noch scheu.
