»Gott mit dir, du Land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland!«: Wer in Deutschland künftig einen Schul- oder Berufsabschluss verliehen bekommt, soll dabei nach dem Willen der CSU die Nationalhymne hören, die Europahymne – und in Bayern auch die Bayernhymne. Ohne Gegenstimme haben sich die Delegierten auf dem CSU-Parteitag für die Forderung der Jungen Union ausgesprochen.
»Die Nationalhymne ist ein Symbol für demokratische Werte und gesellschaftlichen Zusammenhalt«, heißt es im Antragsbeschluss. Die Nationalhymne sei »Symbol der nationalen Identität, der Zusammengehörigkeit und des Patriotismus und repräsentiert die Nation, ihre Geschichte, ihre Werte und ihren Stolz«. Aktuell entstehe der Eindruck, dass es zunehmend an Zusammenhalt in der Gesellschaft fehle.
Die Antragsteller hoffen so auf ein stärkeres gesellschaftliches Zusammengehörigkeitsgefühl bei Kindern und Jugendlichen, was zu weniger Gewalttaten führen soll. So steht es im Antrag. Der Stolz auf die eigene Nation und auf Europa könne helfen, sich für den Wehrdienst bei der Bundeswehr zu entscheiden. »Ferner ist nicht ausgeschlossen, dass das Spielen der Hymnen auch zu einer gelingenden Integration beitragen kann«, so der Antrag der Jungen Union. Besonders bei jungen Asylbewerberinnen und Asylbewerbern seien die Hymnen eine kostengünstige Hilfe bei der Integration.
Zuvor erhielt Markus Söder bei seiner Wiederwahl zum CSU-Parteivorsitzenden einen deutlichen Dämpfer. Mehr über sein bislang schlechtestes Ergebnis lesen Sie hier .
