Sie wollten mutmaßlich Menschen auf einem Weihnachtsmarkt in Dingolfing angreifen, nun wurden sie abgeschoben: Zwei der insgesamt fünf Verdächtigen sind nicht mehr in Deutschland. »Eine weitere Person befindet sich aktuell noch in Untersuchungshaft, wobei eine Abschiebung dieser Person zeitnah geplant ist«, teilte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums mit. Zuvor hatten »Passauer Neue Presse« und das »Straubinger Tagblatt« berichtet.
Im Dezember hatte die Polizei die fünf Männer festgenommen. Sie wurden laut der Generalstaatsanwaltschaft München verdächtigt, einen Anschlag geplant zu haben. Das mutmaßliche Ziel: ein Weihnachtsmarkt im Landkreis Dingolfing-Landau. Die Männer wollten die Tat mutmaßlich mit einem Fahrzeug verüben, die Ermittler gingen von einem islamistischen Motiv aus.
Ermittlungen dauern an
Bei den Männern handelte es sich nach den damaligen Angaben um einen Ägypter, einen Syrer und drei Marokkaner. Konkrete Angaben zu der Staatsangehörigkeit der nun abgeschobenen Personen machte das Ministerium nicht.
Vier Verdächtige waren im Dezember zunächst in Untersuchungshaft genommen worden. Der fünfte Beschuldigte kam bis zum Ende der Weihnachtszeit in Gewahrsam. Nach Weihnachten wurde er entlassen. Bei einem weiteren Verdächtigen war die Untersuchungshaft Mitte Januar gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden. Die Ermittlungen der Münchner Generalstaatsanwaltschaft, die in Bayern die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus ist, dauern an.
