Wenn am frühen Morgen die Lichter der Stadt gelöscht werden, beginnt der traditionelle Morgenstreich: In Basel haben die Narren um vier Uhr in der Früh die traditionsreiche Fasnacht eingeläutet und in großen Gruppen – den sogenannten Cliquen – die Stadt erobert. Der Zug findet traditionell erst nach Aschermittwoch statt.
Tausende Fasnächtler zogen mit bunten und teils Furcht einflößenden Masken durch die völlig abgedunkelten Straßen. Sie hielten meterhohe beleuchtete Laternen in der Hand und wurden von Trommlern und Pfeifern mit Piccoloflöten begleitet.
Kritik an Trump: Politische Statements im Baseler Fasnachtstreiben 2026
Foto: Georgios Kefalas / KEYSTONE / dpaDer stimmungsvolle Umzug in der Schweizer Stadt bildet den Auftakt der »drei schönsten Tage«, im Dialekt »Die drei scheenschte Dääg«. Das Motto der 72 närrischen Stunden, die die Stadt an der deutschen Grenze in einen Ausnahmezustand versetzen, ist in diesem Jahr »Bleib verspielt«.
200.000 Besucher erwartet
Mit den Bildern auf den Laternen nehmen die Fasnachtsvereine wie bei den Umzügen zum Karneval in Deutschland die aktuelle Politik und gesellschaftliche Entwicklungen aufs Korn.
Piccoloflöten gehören zum Baseler Morgenstreich (oder »Morgenstraich«, wie es vor Ort heißt) dazu
Foto: Georgios Kefalas / KEYSTONE / dpaDie Stadt rechnet wie in vergangenen Jahren mit rund 200.000 Besuchern des Spektakels, das zum Weltkulturerbe der Unesco gehört.
Wie die meisten Fasnachtsbräuche ist die Basler Fasnacht keltischen und germanischen Ursprungs. Erklärtes Ziel ist unter anderem das Austreiben des Winters. Geprägt wurde der jahrhundertealte Brauch auch von Ritterturnieren und Festen vor der kirchlichen Fastenzeit.
