SpOn 01.12.2025
16:49 Uhr

Bärbel Bas: Arbeitgeber bezeichnen Äußerungen der SPD-Chefin als beispiellos


Ihr sei klar geworden, gegen wen man wirklich kämpfen müsse, sagte Bärbel Bas auf dem Bundeskongress der Jusos, und berichtete vom Arbeitgebertag. Mittelstandsvertreter kritisieren sie dafür scharf.

Bärbel Bas: Arbeitgeber bezeichnen Äußerungen der SPD-Chefin als beispiellos

SPD-Chefin Bärbel Bas wird für ihre Aussagen auf dem Juso-Bundeskongress am Wochenende teils scharf kritisiert. Arbeitgebervertreter bezeichneten die Aussagen der Bundesarbeitsministerin als beispiellos.

Bas hatte auf der Veranstaltung der SPD-Jugendorganisation von einem Besuch beim Arbeitgebertag berichtet und gesagt, dort sei ihr »besonders deutlich geworden (...), gegen wen wir eigentlich gemeinsam kämpfen müssen«. Sie sei dort gefragt worden, wie viel soziale Sicherheit sich Deutschland überhaupt noch leisten wolle.

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sagte nun, »ein Aufruf zum Kampf gegen Arbeitgeber ist in der Geschichte der Bundesrepublik beispiellos«. Wer Arbeitgeber bekämpfe, bekämpfe auch Wohlstand, Arbeitsplätze und soziale Sicherheit.

Auch der Bundesgeschäftsführer des Mittelstandsverbands BVMW, Christoph Ahlhaus, kritisierte Bas. »Dass die Arbeitsministerin im Juso-Sandkasten von Mannheim jungsozialistische Folklore und Unternehmer-Bashing betreibt, ist für die Leistungsträger in diesem Land eine Zumutung«, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

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Bas hatte berichtet von Herren »in ihren bequemen Sesseln, der eine oder andere im Maßanzug«, die Ablehnung sei deutlich zu spüren gewesen. Sie habe an die Menschen gedacht, die auf Solidarität angewiesen seien, ihr Leben lang oft körperlich hart und schlecht bezahlt gearbeitet hätten. »Und dieser Moment hat mir noch einmal gezeigt, wo die Linien in diesem Land wirklich verlaufen. Nicht zwischen Jung und Alt. Sie verlaufen nicht zwischen Jung und Alt, sondern zwischen Arm und Reich, zwischen denen, die Sicherheit brauchen und denen, die sie für verhandelbar halten«, sagte Bas.

Auch die Junge Gruppe in der Unionsfraktion kritisierte Bas für die Aussagen: »Wenn die Parteivorsitzende und zuständige Bundesministerin zum ›gemeinsamen Kampf‹ gegen die Arbeitgeber aufruft«, sei das »eine klare Absage an jegliche Reform im Sinne einer wachstumsorientierten Wirtschaftspolitik«, hieß es.

hba/dpa