SpOn 11.02.2026
17:47 Uhr

Bad Bunny: Streamingzahlen um 175 Prozent gestiegen, Quotenrekord knapp verpasst


Die Super-Bowl-Halbzeitshow ist ein Aufmerksamkeitsgarant für Popstars: Der Auftritt von Bad Bunny lässt seine Streaming-Abrufe in die Höhe schnellen. Der TV-Quotenrekord wurde aber nicht gebrochen.

Bad Bunny: Streamingzahlen um 175 Prozent gestiegen, Quotenrekord knapp verpasst

Bad Bunny, 31, war schon vor seinem Auftritt in der Halbzeitpause des Super Bowl einer der erfolgreichsten Popstars der Welt. Bei Streaming-Marktführer Spotify wechselte er sich in den vergangenen sechs Jahren mit Taylor Swift als Top-Artist ab. Doch selbst ihm bringt ein Auftritt im Rahmen des größten US-Sportereignisses noch viel.

Die Streamingzahlen seines gesamten Musikkatalogs stiegen am Montag, dem Tag nach dem Super Bowl, im Vergleich zur vorherigen Woche in den USA um 175 Prozent. Das geht aus Daten von Luminate hervor, einem auf Branchendaten spezialisierten Unternehmen. 99,6 Millionen Streams erreichte Bad Bunny an einem einzigen Tag, verglichen mit 36,2 Millionen Streams in der Vorwoche.

Diese Steigerung ist besonders bemerkenswert, weil der 2. Februar auch schon kein gewöhnlicher Montag in der Karriere von Bad Bunny war: Es war der Tag nach den Grammy Awards, den weltweit wichtigsten Musikpreisen. Dort hatte Benito Antonio Martínez Ocasio, wie der Künstler mit bürgerlichem Namen heißt, die Auszeichnung für das »Album des Jahres« gewonnen. Es war das erste Mal, dass ein komplett spanischsprachiges Album den Hauptpreis erhielt. In der Folge verzeichnete er bereits einen deutlichen Anstieg: Am 2. Februar stiegen seine US-Streams im Wochenvergleich um 117 Prozent.

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Der Auftritt von Bad Bunny wurde weit über die USA hinaus gesehen und kommentiert. Entsprechend stiegen seine Streamingzahlen auch weltweit an: Von Montag zu Montag um 132 Prozent – von 117 Millionen auf 271 Millionen. Die drei populärsten Titel waren in den USA »DtMF« mit 10,4 Millionen Streams, »Baile Inolvidable« mit 6,7 Millionen und »NuevaYol« mit 6 Millionen Abrufen.

Allerdings stellte der Auftritt des Puertoricaners keinen neuen Einschaltquotenrekord für die Super-Bowl-Halbzeitshow auf. Wie aus einer Mitteilung der NFL und Medienberichten hervorgeht, sahen mehr als 128 Millionen Menschen in den USA das Spektakel. Im Vorjahr waren es allerdings sogar 133,5 Millionen gewesen, die den Auftritt von Kendrick Lamar verfolgt hatten. Damit hatte der Rapper die Bestmarke aus dem Jahr 1993 gebrochen, als Michael Jackson die Halbzeitshow bestritten hatte.

Auch das American-Football-Finale selbst wurde laut NFL von weniger Menschen geschaut: 124,9 Millionen Menschen verfolgten in den USA im Schnitt das Spiel im Stadion von Santa Clara in Kalifornien. Im vergangenen Jahr sollen es 127,7 Millionen gewesen sein – ebenfalls ein Rekord.

feb/AP/dpa