SpOn 11.02.2026
15:29 Uhr

BMW ruft Hunderttausende Autos wegen Brandgefahr zurück


Bei BMW gibt es Probleme mit einem Starter-Relais – im schlimmsten Fall drohen Autos in Flammen aufzugehen. Der Hersteller empfiehlt, Fahrzeuge bei laufendem Motor nicht unbeaufsichtigt zu lassen.

BMW ruft Hunderttausende Autos wegen Brandgefahr zurück

BMW ruft weltweit Fahrzeuge aus mehreren Modellreihen zurück. Insgesamt geht es um eine mittlere sechsstellige Zahl, hieß es vom Münchner Hersteller. In Deutschland sind 28.582 Fahrzeuge betroffen. Zuvor hatte das Branchenblatt »kfz-Betrieb«  berichtet, das eine Gesamtzahl von 575.000 Fahrzeugen nennt. Diese bestätigte BMW nicht.

Laut BMW wurde bei Produktkontrollen festgestellt, dass nach vielen Starts der Magnetschalter mitunter stark verschleißt. Dadurch könne das Auto schlechter, unter Umständen auch gar nicht mehr gestartet werden. Zudem sei ein Kurzschluss nicht auszuschließen, durch den es zu einer lokalen Überhitzung am Starter kommen könne.

»Im ungünstigsten Fall führt dies zu einem Fahrzeugbrand während des Betriebs. In diesem Fall kann während der Fahrt oder beim Verlassen des Fahrzeugs Rauch gesehen oder gerochen werden.« BMW empfiehlt daher, das Fahrzeug nicht unbeaufsichtigt zu lassen, wenn der Motor an ist.

Zahlreiche Baureihen betroffen

Konkret geht es um Fahrzeuge aus den Baureihen 2er-Coupé, mehrere Varianten von 3er, 4er und 5er, den 6er-Gran-Tourismo, die 7er-Limousine, X4, X5, X6 und Z4. Über diese Webseite  können Sie überprüfen, ob Ihr Fahrzeug zurückgerufen wird.

Mehr zum Thema

Potenziell betroffen seien Fahrzeuge mit einem Starter-Relais aus dem Produktionszeitraum Juli 2020 bis Juli 2022, hieß es von BMW. Der Produktionszeitraum der Fahrzeuge lasse sich allerdings nicht genau eingrenzen, da der Transportweg unterschiedlich lang ist. Zudem seien auch Fahrzeuge betroffen, in die ein fehlerhafter Starter nachträglich bei einer Reparatur verbaut wurde.

Nicht der erste Starter-Rückruf mit Brandgefahr

Schon im vergangenen Herbst hatte BMW Hunderttausende Autos zurückgerufen, weil es durch ein Starter-Problem im schlimmsten Fall zu Bränden kommen konnte. Damals war allerdings nicht Verschleiß die Ursache, sondern Wasser, das in den Starter eindringen und zu Korrosion führen konnte. Auch hier waren ein Kurzschluss und im ungünstigsten Fall ein Brand möglich. Anders als jetzt war dies allerdings auch im ausgeschalteten Zustand möglich.

koe/dpa