Der Münchner Autobauer BMW will Teile seines mittleren bis oberen Managements umstrukturieren. Bis Mitte 2027 solle die Zahl der »Bereiche und zugeordneten Managementfunktionen« um 20 Prozent sinken, teilte das Unternehmen mit . Dabei gehe es zunächst um die relativ hohe Bereichsleiterebene, der Effekt werde sich aber auch auf niedrigeren Managementebenen zeigen. Einen Jobabbau in großen Zahlen gebe es nicht.
Die Organisation, die man in München habe, sei »einfach zu groß«, sagte Konzernchef Milan Nedeljković. Man müsse kleiner und schlagfertiger werden.
BMW hat bereits im Sommer ein freiwilliges Jobabbauprogramm in allen Bereichen außer der Produktion angekündigt. Weltweit soll die Zahl der Mitarbeiter nach Angaben aus Unternehmenskreisen um rund 8000 sinken (mehr lesen Sie hier ). Wegfallen werden in Deutschland wohl viele Jobs in der Verwaltung sowie in der Entwicklung.
Laut Nedeljković müssten die Kosten so weit sinken, dass man auf dem Weltmarkt wieder mit wettbewerbsfähigen Preisen und entsprechenden Deckungsbeiträgen aufgestellt sei. Das sei die größte Herausforderung für den Konzern.
Insbesondere in China will BMW noch stärker auf Regionalisierung setzen, um günstiger zu produzieren und auf spezifische Wünsche der chinesischen Kundschaft einzugehen. Zudem prüfe der Konzern, künftig aus China in südostasiatische Märkte zu exportieren. Großes Potenzial sieht Nedeljković auch in künstlicher Intelligenz: mit ihr soll erkannt werden, wo BMW etwa Teile von Zulieferern nutzen kann, statt eigene Lösungen zu entwickeln.
Kosten will das Unternehmen auch dadurch sparen, dass es sein Angebot vereinfacht. Unter anderem soll es den neuen 3er nicht mehr mit Dieselmotor geben. Mehr dazu lesen Sie hier.
