SpOn 09.12.2025
10:33 Uhr

BMW: Milan Nedeljković wird neuer Chef


Milan Nedeljković wird neuer BMW-Chef. Zum 14. Mai soll der jetzige Produktionsvorstand des Autokonzerns den seit 2019 amtierenden Oliver Zipse ablösen.

BMW: Milan Nedeljković wird neuer Chef

BMW bekommt im Mai 2026 einen neuen Vorstandschef. Oliver Zipse, dessen Vertrag im kommenden Jahr ausläuft, werde zum 14. Mai hin den Vorstandsvorsitz an den derzeitigen Produktionsvorstand Milan Nedeljković abgeben, teilte der Autokonzern mit Sitz in München mit .

Der Aufsichtsrat hat den Angaben zufolge einen entsprechenden Beschluss gefasst. Nedeljkovic arbeitet seit 32 Jahren für BMW und war 2019 zum Produktionsvorstand aufgestiegen. Er wurde im heute serbischen Krusevac geboren und verbrachte sein gesamtes Berufsleben bei dem Autokonzern. Er war 1993 nach einem Maschinenbau-Studium in Aachen und am MIT als Trainee bei BMW eingestiegen und hatte sich bis zum Vorstand hochgearbeitet.

Zipse, der seit 2019 im Amt ist, räumt demnach mit Ablauf des 13. Mai seinen Posten. An diesem Tag hat BMW seine Hauptversammlung für das noch laufende Geschäftsjahr. Zipse wird im Februar 62, bei BMW gilt eigentlich eine grobe Altersgrenze von 60 für Vorstände, diese war bei der letzten Verlängerung seines Mandats bis 2026 überschritten worden. Zipse hat damit das wichtigste Projekt seiner Amtszeit, den Start der »Neuen Klasse« als Basis für die Elektrostrategie des Unternehmens noch auf den Weg gebracht  – sprich für die Entwicklung ultramoderner Fahrzeuge, die dem Konzern eine Zukunft sichern sollen.

Aufsichtsratschef lobt »strategischen Weitblick«

Der Aufsichtsrat dankte Zipse »ausdrücklich für seine großen Verdienste um die BMW Group«. Er habe »BMW durch globale Krisen wie die Coronapandemie geführt und steht für die Neue Klasse als größtem Zukunftsprojekt des Unternehmens«, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Nicolas Peter. Auch der 61-jährige Zipse hat in seiner Karriere nur für BMW gearbeitet. Zum Ende seiner Amtszeit kann er auf 35 Jahre zurückblicken.

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Nedeljković, der bei der Amtsübernahme 57 Jahre alt sein wird, zeichnete als Produktionsvorstand für den Start der elektrischen »Neuen Klasse« verantwortlich. Im Geschäft mit E-Autos hatten zuletzt vor allem asiatische Hersteller punkten können.

Aufsichtsratschef Peter lobte Nedeljković für »strategischen Weitblick«, große Umsetzungsstärke und unternehmerisches Denken. »Er steht für klare Fokussierung im Umgang mit Ressourcen – seien es ökonomische oder ökologische.«

Die Arbeitnehmerseite lobte die Entscheidung für Nedeljković. Er genieße »hohes Ansehen und Vertrauen in der Belegschaft von BMW«. Man wolle die lange Tradition der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Unternehmensleitung fortsetzen, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Martin Kimmich.

apr/dpa/Reuters