SpOn 22.11.2025
08:43 Uhr

Autonomes Fahren in Indien, Johann Sebastian Bach feiert einen Release: Alles Gute vom SPIEGEL


In Indien probt ein Start-up autonomes Fahren. Johann Sebastian Bach feiert posthum einen Release. Und: Wie Sie erfolgreich und (!) glücklich werden. Die guten Nachrichten der Woche.

Autonomes Fahren in Indien, Johann Sebastian Bach feiert einen Release: Alles Gute vom SPIEGEL

Illustration: Patrick Mariathasan / DER SPIEGEL

Wer auf Bangalores Straßen fährt, benötigt starke Nerven. Enge, Gedränge und Überholen auf beiden Seiten verursachen Chaos. Dann sind da noch die vielen Schlaglöcher und Kühe, die zu beweglichen Verkehrsinseln werden. Umso erstaunlicher ist, dass ausgerechnet in der indischen Millionenstadt ein paar junge Ingenieure selbstfahrende Autos entwickeln wollen – kein Witz! Meine Kollegin Laura Höflinger hat sich getraut und war bei einer Probefahrt dabei.

Selbstfahrendes Auto in indischem Verkehr: Mehrere Spuren, viel Gedränge, hier und da eine Kuh

Selbstfahrendes Auto in indischem Verkehr: Mehrere Spuren, viel Gedränge, hier und da eine Kuh

Foto: Laura Höflinger / DER SPIEGEL

»Ich gebe zu, vorher war ich nervös. Aber wir fuhren nicht besonders schnell und nur in einer Nebenstraße. Daher war es völlig in Ordnung«, erzählte mir Laura. Sie ist die Korrespondentin des SPIEGEL in Indien und hat die Gründer von Minus Zero getroffen – dem Start-up, das hinter dem Projekt steckt.

Gagandeep Reehal, 24, hat die Firma 2021 gemeinsam mit einem Schulfreund gegründet. Laura beschreibt die beiden als ehrgeizig und zuversichtlich. In ihren Augen ist das indische Verkehrschaos kein Hindernis, nein, sie begreifen es sogar als Vorteil: Auf Bangalores Straßen kann ihr KI-System aus Situationen lernen, die nicht den Regeln entsprechen. In einer Umgebung trainieren, in der ständig etwas Unvorhersehbares passiert, so die Idee.

Gründer des Start-ups: »Was sie vorhaben, ist nicht leicht«

Gründer des Start-ups: »Was sie vorhaben, ist nicht leicht«

Foto: Laura Höflinger / DER SPIEGEL

Ziel ist es, die Software an westliche Unternehmen zu liefern. »Indien verfügt über viele gute, vor allem günstige Programmierer. Schon heute lassen große deutsche Fahrzeugfirmen Assistenzsysteme in Indien entwickeln«, erklärt Laura. Lesen Sie hier  den Bericht ihrer Probefahrt.

Was diese Woche noch gut war – für die Welt:

Gute Nachricht aus dem Louvre
Erstmals stellt das weltbekannte Pariser Museum die Arbeit einer zeitgenössischen Künstlerin aus: Marlene Dumas' Gemäldeserie »Liaisons« schmückt seit Neuestem das Atrium der Porte des Lions. Erfahren Sie hier mehr über die Malerin und ihr Werk.

Künstlerin Dumas: Große Ehre im Museum aller Museen

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Foto:

Photoshot / picture alliance

Umweltfreundlicher Motor
Ingenieure aus den USA haben einen Motor entwickelt, der weder Strom noch Treibstoff benötigt. Dafür haben sie sich den Temperaturunterschied zwischen Weltall und Erde zunutze gemacht. Mit dem Prinzip könnten künftig nachts Gewächshäuser oder Wohngebäude belüftet werden. Lesen Sie hier mehr dazu.

Deutschland fährt zur Weltmeisterschaft
USA, Mexiko, Kanada: Und Deutschland ist dabei! Die Nationalelf hat sich mit einem rauschhaften 6:0 gegen die Slowakei für die Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Lesen Sie hier  die Einzelkritik in Bildern und bringen Sie sich für den kommenden Sommer in Stimmung.

Ridle Baku: Erzielte drei Minuten nach seiner Einwechslung das 5:0

Ridle Baku: Erzielte drei Minuten nach seiner Einwechslung das 5:0

Foto: Uwe Koch / HMB-Media / IMAGO

Mehr Geld für globale Klimafonds
Auf der Weltklimakonferenz in Brasilien hat Deutschlands Umweltminister Carsten Schneider zugesagt, Entwicklungsländer beim Schutz vor Extremwettern weiter zu unterstützen. Auch zahlt die Bundesregierung Geld für den Erhalt des Regenwalds. Lesen Sie mehr über die deutschen Beiträge – hier und hier.

Deutschlands Turn-Oma ist 100
2012 kürte das Guinnessbuch der Rekorde Johanna Quaas zur ältesten Turnerin der Welt. Inzwischen hat die Sportlerin aus Halle den Barren gegen das Balkongeländer eingetauscht. Fit fühlt sie sich an ihrem Jubiläum dennoch. Lesen Sie hier mehr über das Geburtstagskind, von dessen positiver Art sich alle etwas abgucken können.

Johanna Quaas am Geburtstagstisch: Auch im hohen Alter fit

Johanna Quaas am Geburtstagstisch: Auch im hohen Alter fit

Foto: Heiko Rebsch / dpa

Neue Musik von Johann Sebastian Bach
Nach jahrzehntelanger Forschung hat das Bach-Archiv Leipzig zwei bislang nicht zugeordnete Orgelwerke identifiziert. Sie stammen vom weltbekannten Komponisten Johann Sebastian Bach. Der soll die Stücke vermutlich im Alter von 18 Jahren geschrieben haben. Nun wurden sie in der Thomaskirche aufgeführt. Lesen Sie hier mehr über den posthumen Release.

Was gut ist – für Sie

Was Sie über die Wechseljahre wissen müssen
Perimenopause, Hitzewellen, Symptombeschreibungen und Ratschläge: Social Media ist voll mit Content zu den Wechseljahren. Doch was stimmt wirklich? Hier  räumen Fachleute mit 14 Mythen auf und sagen, was Sie als Betroffene gegen Beschwerden tun können.

Die Wechseljahre sollen an allem Möglichen schuld sein: Was davon stimmt?

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Foto:

Ian Ross Pettigrew / Getty Images

Wie Sie erfolgreich und (!) glücklich werden
Erstaunlich viele Menschen teilen das Gefühl, erfolgreich, aber nicht erfüllt zu sein. Woran das liegt, weiß Karrierecoach Klaus Siefert. Lesen Sie hier  die Ratschläge des Experten.

Wie viel Geld Sie wirklich brauchen
Apropos Glück und Erfolg: Die meisten Menschen jagen der Illusion hinterher, sie müssten nur ein kleines bisschen mehr Geld haben, dann wären sie zufrieden. Doch in Wahrheit ist es meist schon jetzt genug. Oder nie. Lesen Sie hier  die SPIEGEL-Kolumne von Nikolaus Braun zum Thema.

Und sonst?

Möchte ich Ihnen Katja Kalenyak vorstellen. Die Tierärztin kümmert sich an der Klinik für Kleintiere der Universität Leipzig um Blutspenden. Ein- bis dreimal pro Woche legen sie und ihre Kollegen Hunden und Katzen eine Bluttransfusion.

Tierärztin Kalenyak mit Husky Boris: »Ich wünsche mir, dass mehr Menschen ihren Hund oder ihre Katze registrieren lassen«

Tierärztin Kalenyak mit Husky Boris: »Ich wünsche mir, dass mehr Menschen ihren Hund oder ihre Katze registrieren lassen«

Foto:

Dominik Wolf / DER SPIEGEL

Gründe dafür sind Gerinnungsstörungen, Autoimmun- oder Infektionskrankheiten. Dafür brauchen die Tiere einen passenden Spender, denn ja: Auch Hunde und Katzen haben Blutgruppen.

Ich muss zugeben, mir war das gar nicht so bewusst. Und damit bin ich, wie Kalenyak meiner Kollegin Birte Bredow erzählte, nicht allein: »Viele beschäftigen sich erst mit dem Thema, wenn ein Tier im eigenen Umfeld in Not ist«, so die Tierärztin.

Kalenyak wünscht sich, dass mehr Menschen ihren Hund oder ihre Katze registrieren. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie viel Gutes damit getan werden kann: »Mein Husky Boris hat mit seinem Blut schon mehreren Hunden das Leben gerettet – unter anderem einem Welpen, der Rattengift gefressen hatte und mit inneren Blutungen zu uns kam.«

Lesen Sie hier  den ganzen Text.

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Ihre Anastasia Trenkler, Redakteurin im Nachrichtenressort des SPIEGEL