Der Automarkt in der EU hat auch im vergangenen Jahr wieder etwas zugelegt. Insgesamt wurden in der Europäischen Union 2025 gut 10,8 Millionen Pkw neu zugelassen und damit 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Branchenverband Acea in Brüssel mitteilte. Der Absatz reiner Elektroautos zog wieder klar an. Davon wurden mit fast 1,9 Millionen Fahrzeugen 29,9 Prozent mehr verkauft als vor Jahresfrist. Die Fahrzeuge kommen inzwischen auf einen Marktanteil von 17,4 Prozent, das sind fast vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
Die beliebteste Antriebsart in der EU waren 2025 Hybridautos, die inzwischen auf einen Marktanteil von 34,5 Prozent kommen. Reine Benzin- und Diesel-Pkw machten noch 35,5 Prozent der Neuzulassungen aus, fast 10 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr.
Besonders stark zog der Absatz reiner E-Autos in Deutschland an, nämlich um gut 43 Prozent. Europa bleibt bei der Umstellung auf Elektroautos weiter gespalten. Während in Dänemark inzwischen vier von fünf verkauften Autos mit Strom angetrieben werden und in den Niederlanden rund zwei Drittel, kommen Elektroautos in osteuropäischen Ländern wie Tschechien oder Ungarn nur auf einstellige Marktanteile. Auch Südeuropa hinkt hinterher.
Trotz der stärkeren Nachfrage nach Wagen mit einem reinen Batterieantrieb musste E-Auto-Pionier Tesla aus den USA einen herben Absatzeinbruch hinnehmen: Von seiner Marke wurden in der EU nur noch 150.504 Autos zugelassen, fast 38 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der chinesische E-Auto-Hersteller BYD konnte seinen Absatz in der EU auf 128.827 Fahrzeuge mehr als verdreifachen.
Der Volkswagen-Konzern legte um 5,5 Prozent auf knapp drei Millionen Autos zu. Während seine Marke Cupra einen Absatzsprung von fast 36 Prozent hinlegte, musste seine Sportwagentochter Porsche einen Rückgang um gut 17 Prozent hinnehmen. Der BMW-Konzern kam auf ein Plus von 6,4 Prozent auf 764.331 Autos. Mercedes-Benz steigerte den Absatz um 1,5 Prozent auf 568.764 Wagen.
