SpOn 20.11.2025
15:59 Uhr

Autobahnmaut: Österreich besiegelt Aus für Klebe-Vignette


Österreich-Urlauber aufgepasst: Von Dezember 2026 an benötigen Autofahrer eine digitale Vignette, um auf den Autobahnen des Nachbarlandes zu fahren. Die analoge Variante wird abgeschafft.

Autobahnmaut: Österreich besiegelt Aus für Klebe-Vignette

In Österreich wird die Klebevignette für die Benutzung der Autobahnen im kommenden Jahr abgeschafft. Von 1. Dezember 2026 an wird es nach einem Beschluss des Nationalrats nur noch eine digitale Variante geben. Die digitale Vignette ist über das Kennzeichen an ein Auto gebunden – ob ein bestimmtes Fahrzeug über eine gültige Vignette verfügt, können Verbraucher in einem öffentlich zugänglichen Register  überprüfen.

»Kein Kleben, keine Versandkosten, kein Fälschungsrisiko«, aber drei bis fünf Millionen Euro an Kosten würden eingespart, begründete ÖVP-Verkehrssprecher Joachim Schnabel den Schritt.

Die Vignette könne nicht nur online, sondern auch an Kiosken, Tank- und Mautstellen erworben werden, hieß es. Die Mautgebühr kann für einen Tag, zehn Tage, zwei Monate oder ein ganzes Jahr entrichtet werden. Die Preise liegen für 2026 zwischen 9,60 Euro und 106,80 Euro. Weitere Informationen führt der österreichische Autobahnbetreiber Asfinag auf dieser Webseite  auf.

2024 nahm Asfinag nach eigenen Angaben rund 600 Millionen Euro an Vignettengebühr ein, dazu kamen 230 Millionen Euro Streckenmaut und 1,6 Milliarden Euro Lkw-Maut. 2024 flossen 1,5 Milliarden Euro in die Erneuerung und Modernisierung der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen.

lki/dpa