SpOn 26.02.2026
16:36 Uhr

Autobahn GmbH und Gewerkschaften einigen sich in Tarifverhandlungen


Warnstreiks bremsten den Verkehr auf den Autobahnen aus. Einen weiteren wird es voraussichtlich nicht so schnell geben. Den Beschäftigten der Autobahn GmbH winkt mehr Geld.

Autobahn GmbH und Gewerkschaften einigen sich in Tarifverhandlungen

Mit einem Warnstreik hatten die Beschäftigten den Druck erhöht, Arbeitnehmer in Tunnelleitzentralen in Hamburg, Duisburg und Hamm legten die Arbeit nieder. Am Hamburger Elbtunnel etwa standen weniger Spuren zur Verfügung. Doch einen weiteren Streik wird es erstmal nicht geben. Denn für die rund 14.000 Beschäftigten der Autobahn GmbH gibt es nun eine Tarifeinigung. Das teilen die bundeseigene Gesellschaft sowie die Gewerkschaften Ver.di und DBB-Beamtenbund mit.

Der DBB-Beamtenbund sprach von einem tragfähigen Ergebnis. Dieses sehe im Kern eine Steigerung der Einkommen in drei Schritten um insgesamt 7,8 Prozent vor, mindestens aber um insgesamt 360 Euro. In vielen Bereichen würden die Einkommen spürbar verbessert, zudem etwa Zuschläge für Schichtarbeit angehoben.

Ver.di betonte, da sich die Mindestbeträge in den unteren Lohngruppen prozentual stärker auswirkten, liege das Gesamtvolumen der Tabellenerhöhung sogar noch etwas höher bei 8,7 Prozent. Die Gesamtlaufzeit des Tarifvertrags beträgt 26 Monate.

Ver.di lobt gutes Ergebnis

Sebastian Mohr, Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor der Autobahn GmbH des Bundes, nannte den Tarifabschluss einen entscheidenden Baustein für die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit der Autobahn GmbH.

»Das ist ein wirklich gutes Ergebnis für die Beschäftigten – und es ist ein Ergebnis, das sie sich selbst erkämpft haben«, sagte die stellvertretende Ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Die Autobahn GmbH stehe vor Milliardeninvestitionen und leide zugleich unter Personalmangel. Umso wichtiger sei ein solcher Abschluss, der Fachkräfte halten und neue anziehen könne.

Mehr zum Thema

Bereits im vergangenen Juni hatte der Bundesrechnungshof in einem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages kritisiert, die privatrechtlich organisierte Autobahn GmbH zahle »signifikant« höhere Gehälter und Boni, als vergleichbares Bundespersonal. Mehr dazu lesen Sie hier.

ptz/dpa