SpOn 01.12.2025
05:06 Uhr

Australische Polizei sprengt Ring für satanistisch geprägten Kindesmissbrauch


Ermittler in Australien haben vier Männer festgenommen. Ihnen wird Besitz und Vertrieb von Darstellungen von Kindesmissbrauch vorgeworfen. Auf Datenträgern entdeckte die Polizei offenbar verstörendes Material.

Australische Polizei sprengt Ring für satanistisch geprägten Kindesmissbrauch

Der Zugriff erfolgte bereits in der vergangenen Woche. Doch erst jetzt wird bekannt, dass die Polizei in Australien vier Männer wegen Inhalten mit Darstellungen von Kindesmissbrauch festgenommen hat. Sie wurden bereits angeklagt, eine Freilassung gegen Kaution wurde verweigert.

Die Ermittler hätten einen »internationalen Missbrauchsring für satanistischen Kindesmissbrauch« untersucht, als sie die vier Verdächtigen in Sydney identifizierten, erklärte die Polizei des Bundesstaates New South Wales am Montag. Bei den Zugriffen in den Stadtteilen Waterloo, Ultimo und Malabar waren auch Polizisten in Schutzausrüstung beteiligt.

Die vier Männer werden beschuldigt, über eine international betriebene Website Darstellungen von Kindesmissbrauch besessen, verbreitet und zugänglich gemacht zu haben, wie unter anderem der »Sydney Morning Herald« berichtet . Zudem werden ihnen teilweise Drogenvergehen angelastet.

Polizei versucht, die Kinder zu identifizieren

Die Polizei hatte die Verdächtigen nach eigenen Angaben am Donnerstag festgenommen. Unter ihnen befindet sich ein 26-Jähriger, dem vorgeworfen wird, eine Anführerrolle in der Gruppe innegehabt zu haben. Die Polizei stellte mehrere elektronische Geräte sicher, auf denen sich Tausende »schändliche« Videoaufnahmen von Missbrauch an Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren sowie von Sodomie befanden.

Aufgrund der Inhalte, welche die Männer teilten und der Gespräche, die sie führten, »waren wir besorgt um alle Kinder, mit denen diese Menschen in Kontakt kommen könnten«, sagte die Leiterin der Abteilung für Sexualdelikte, Jayne Doherty, bei einer Pressekonferenz.

Die Polizei werde daran arbeiten, die Kinder in den Aufnahmen zu identifizieren und sie »so schnell wie möglich« zu retten. Derzeit sei aber noch unklar, wo die Aufnahmen entstanden seien. Die festgenommenen Männer hätten aber keinen direkten Zugang zu den Kindern gehabt, so die Ermittler.

jok/AFP