Zwei Kängurus haben bei der Tour Down Under einen heftigen Zusammenstoß ausgelöst und Radprofi Jay Vine fast den Gesamtsieg gekostet. Auf der fünften und letzten Etappe des WorldTour-Rennens mit Start und Ziel in Stirling sprangen 96 Kilometer vor dem Ziel zwei große Kängurus auf die Straße und brachten mehrere Fahrer zu Fall, darunter auch Vine. Drei Radprofis – Menno Huising (Niederlande), Lucas Stevenson (Australien) und Alberto Dainese (Italien) – mussten das Rennen mit Verletzungen sogar aufgeben. Auch eines der Kängurus war angeschlagen, konnte anschließend aber von der Straße hoppeln.
Der Australier Vine, UAE-Teamkollege von Rad-Weltmeister und Tour-Sieger Tadej Pogacar, rappelte sich nach dem Crash wieder auf und brachte schließlich seinen Gesamtsieg noch sicher ins Ziel. »Alle fragen mich, was das Gefährlichste in Australien ist, und ich sage immer: Kängurus«, sagte Vine, der sein Heimrennen zum zweiten Mal innerhalb von drei Jahren gewann.
Weit weniger riskant für Vine: Der Kontakt mit seinem Sohn Harrison
Foto: Matt Turner / AAP / IMAGO»Sie lauern im Gebüsch, bis man nicht mehr bremsen kann, und dann springen sie plötzlich vor dich. Das hat sich heute wieder bewahrheitet. Zwei von ihnen stürmten durchs Peloton, als wir wahrscheinlich 50 km/h fuhren, und eines blieb stehen und rannte abwechselnd links und rechts, bis ich ihm schließlich in den Hintern krachte«, schilderte der Radprofi die Schrecksekunde.
Einen guten vierten Gesamtrang belegte der Augsburger Marco Brenner, der in der Endabrechnung 1:14 Minuten hinter Vine lag. Die letzte Etappe gewann der Brite Matthew Brennan im Sprint. Die Tour Down Under ist stets der Auftakt der WorldTour im Radsport. Die Superstars wie Pogačar (Slowenien), Vuelta-Sieger Jonas Vingegaard (Dänemark) oder der deutsche Tour-Dritte Florian Lipowitz waren nicht am Start.
