SpOn 23.11.2025
03:13 Uhr

Australien: Zyklon »Fina« tobt über Darwin und lässt Dach von Krankenhaus einstürzen


Der Wirbelsturm »Fina« hat im australischen Northern Territory für teils erhebliche Sachschäden gesorgt. Betroffen ist auch die Gesundheitsversorgung in der einzigen Großstadt der Region.

Australien: Zyklon »Fina« tobt über Darwin und lässt Dach von Krankenhaus einstürzen

Ein schwerer Tropensturm ist über den Norden Australiens hinweggezogen und hat für Stromausfälle gesorgt. Der Zyklon »Fina« fegte in der Nacht zum Sonntag mit Windböen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde über die Großstadt Darwin und die Inselgruppe Tiwi hinweg, meldete die Wetterbehörde im Bundesstaat Northern Territory.

Aufnahmen zeigten umgestürzte Bäume, beschädigte Dächer und zerstörte Stromleitungen. »Fina« weitete sich offiziellen Angaben zufolge zu einem Sturm der Kategorie 3 aus.

Der »sehr zerstörerische Kern« des Wirbelsturms habe sich von Nordaustralien entfernt, im Laufe des Tages sei jedoch weiterhin mit starkem Regen und Wind zu rechnen, erklärte Meteorologe Angus Hines am Sonntag. Am Sonntag meldeten die Behörden, dass am Flughafen Darwin binnen 24 Stunden rund 170 Millimeter Regen pro Quadratmeter gemessen wurden. Im Umland waren es noch deutlich mehr, Middle Point in rund 50 Kilometer Entfernung meldete 430 Millimeter.

Mehr zum Thema

Laut dem Sender ABC News  stürzte das Dach des Royal Darwin Krankenhauses teilweise ein, was den Betrieb im Operationszentrum und der Intensivstation der größten Klinik der Region beeinträchtigte.

Abgeordneter: Hier im Norden kümmert man sich umeinander

Nach Angaben des Parlamentsabgeordneten Luke Gosling waren mehrere Gebiete infolge des Sturms ohne Strom. »Hier oben in Darwin und im Northern Territory kümmern sich alle umeinander, sodass diejenigen, die schon mehrere Zyklone erlebt haben, denjenigen helfen und Ratschläge geben, die noch neu hier sind und sich Sorgen machen«, sagte er dem Sender ABC. Verletzt wurde offiziellen Angaben zufolge jedoch niemand.

Am Sonntag zog »Fina« weiter in Richtung Westaustralien. Prognosen zufolge könnte sich der Zyklon zu einem Sturm der Kategorie 4 verstärken. Laut den Wetterbehörden ist es jedoch wahrscheinlich, dass sich der Sturm in den kommenden Tagen allmählich auflöst.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Forscher haben wiederholt davor gewarnt, dass der Klimawandel das Risiko von Naturkatastrophen wie Buschbränden, Überschwemmungen und Zyklonen verstärkt.

jok/AFP