SpOn 05.12.2025
07:39 Uhr

Australien: Oprah Winfrey lobt Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche


Die US-Moderatorin Oprah Winfrey sieht Australien wegen des Verbots von TikTok und Co. für Jugendliche unter 16 Jahren als Vorreiter für den Rest der Welt. Das Land werde »das Leben einer ganzen Generation« verändern.

Australien: Oprah Winfrey lobt Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche

Die US-amerikanische Talkshowmoderatorin Oprah Winfrey hat Australiens Entscheidung gelobt, soziale Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren schon bald zu verbieten. »Ich glaube, Sie werden das Leben einer ganzen Generation von Kindern verändern, die ein besseres Leben haben werden«, sagte Winfrey laut dem »Sydney Morning Herald«  bei einer Veranstaltung in Sydney am Donnerstagabend (Ortszeit).

Das Gesetz tritt am 10. Dezember in Kraft. Kindern und Jugendlichen ist dann der Zugang zu Plattformen wie TikTok, Instagram oder Snapchat verwehrt. Das Verbot soll laut Regierung junge Menschen vor schädlichen Inhalten und Onlinebetrügern schützen.

Australien als »Vorreiter für den Rest der Welt«

»Es gibt all diese jungen Menschen«, sagte Winfrey laut dem Bericht, »die nicht wirklich kommunizieren oder ein Gespräch führen können.« Insbesondere junge Männer seien betroffen, »weil sie schon so früh pornosüchtig würden und nicht wüssten, wie man jemanden um ein Date bitte, weil sie keine Erfahrung damit hätten, mit einer realen Person zu sprechen«. Winfrey sieht Australien »einmal mehr als Vorreiter für den Rest der Welt«.

Laut der australischen Internetaufsichtsbehörde haben etwa 96 Prozent der australischen Teenager unter 16 Jahren Konten bei sozialen Medien. Das Gesetz sieht die Plattformen in der Verantwortung, das Verbot konsequent durchzusetzen. Bei einer Missachtung drohen ihnen Geldstrafen von bis zu 49,5 Millionen australischen Dollar (rund 28 Millionen Euro).

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Die gesetzliche Grundlage des Verbots, das »Online Safety Amendment (Social Media Minimum Age) Act 2024«, hatten die beiden Kammern des australischen Parlaments schon vor einem Jahr beschlossen.

Die Regierung rechtfertigte das Verbot mit Studien, denen zufolge die übermäßige Nutzung sozialer Medien durch die Verbreitung von Fehlinformationen, die Förderung von Mobbing und Darstellungen eines schädlichen Körperbildes Jugendlichen schade. Laut Meinungsumfragen befürwortet die Mehrheit der Australier das Verbot.

kub/Reuters/KNA