Eine 19-Jährige ist tot am Strand der australischen Insel K'gari (früher bekannt als Fraser Island) gefunden worden. Die Behörden prüfen nun, ob Dingos die junge Frau getötet haben.
Die Polizei wurde am frühen Montagmorgen zu einem Strand in der Nähe eines Schiffswracks, das eine beliebte Touristenattraktion ist, gerufen. Zwei Männer, die am Strand mit einem SUV unterwegs waren, hätten zuvor etwa zehn Dingos in der Nähe einer Leiche gesehen, sagte ein Polizist der Nachrichtenagentur AP. Es sei eine »sehr traumatische und schreckliche Szene« gewesen.
Obduktion angeordnet
Der Polizist bestätigte, dass die Leiche Spuren aufgewiesen hätte, die dafür sprächen, dass Dingos sie berührt und beschädigt hätten. Allerdings könne erst eine Obduktion die Todesursache klären: »Wir können einfach nicht bestätigen, ob diese junge Frau ertrunken ist oder durch den Angriff der Dingos ums Leben gekommen ist«, sagte der Polizist. Laut Polizei wurde die Frau zwischen 60 und 90 Minuten, nachdem sie zum Schwimmen gegangen war, tot aufgefunden. Es handelte sich um eine Kanadierin, die in einer Touristenunterkunft auf der Insel arbeitete.
Lange wurde angenommen, dass Dingos vor Jahrtausenden verwilderte Haushunde seien. Inzwischen sind Forschende sich uneins, wie man das Tier einsortieren soll: Die einen sehen den Dingo als eine eigene Art, die anderen als Unterart des Hundes oder Wolfes. K’gari vor der Küste von Queensland ist die größte Sandinsel der Welt und berühmt für seine Dingo-Population.
