Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka hat bei den Australian Open als erste Tennisspielerin das Viertelfinale erreicht. Der zweimalige Melbourne-Champion setzte sich im Achtelfinale gegen Victoria Mboko aus Kanada mit 6:1, 7:6 (7:1) durch und steht damit bei einem Grand-Slam-Turnier zum 13. Mal nacheinander in der Runde der letzten acht Spielerinnen.
Sabalenka, die im Vorjahr im Finale der Australian Open überraschend gegen die starke Amerikanerin Madison Keys eine unerwartete Niederlage hatte hinnehmen müssen, verwandelte schließlich in der legendären Rod Laver Arena nach exakt 86 Minuten Spielzeit ihren fünften Matchball.
Die 27-Jährige aus Belarus hatte gegen die acht Jahre jüngere Kanadierin lange Zeit alles fest im Griff. Sabalenka führte 6:1, 4:1, ehe sich Mboko steigerte und der großen Favoritin doch noch einen harten Kampf lieferte. Beim Stand von 4:5 wehrte die Kanadierin drei Matchbälle ab und nahm Sabalenka dann den Aufschlag ab. Das Spiel drohte zu kippen.
Beeindruckende Grand-Slam-Tiebreak-Serie
Die Entscheidung über den Ausgang des Matches musste nun zwangsläufig im Tiebreak fallen, wo Sabalenka einmal mehr ihre Nervenstärke unter Beweis stellte und die Oberhand behielt. Nach dem verdienten Zweisatzsieg lobte die Belarussin ihre Gegnerin aus Kanada ausdrücklich: »Sie ist eine wirklich unglaubliche Spielerin, sie hat mich so sehr gefordert und gedrängt, und ich bin einfach nur glücklich und erleichtert, dass ich den Weg in die nächste Runde geschafft habe«.
Mit dem Triumph erreichte sie zum vierten Mal das Viertelfinale in Melbourne und verlängerte ihre beeindruckende Grand-Slam-Tiebreak-Serie auf 20 Siege. »Ich gehe einfach in die Tiebreaks rein und spiele Punkt für Punkt«, sagte sie.
Letztmals verlor sie bei den French Open 2023 einen Tiebreak. Sabalenka peilt in Down Under ihren fünften Grand-Slam-Titel an.
