SpOn 20.01.2026
11:04 Uhr

Australian Open: Eva Lys scheidet in der ersten Runde aus


Im vergangenen Jahr hatte Eva Lys als Lucky Loserin mit einem Lauf bis ins Achtelfinale für Furore gesorgt, inzwischen ist sie Deutschlands beste Tennisspielerin. Doch bei den Australian Open ist sie früh ausgeschieden.

Australian Open: Eva Lys scheidet in der ersten Runde aus

Eva Lys hat bei den Australian Open eine herbe Enttäuschung erlebt. Ein Jahr nach ihrem wundersamen Einzug ins Achtelfinale musste sich Deutschlands derzeit beste Tennisspielerin in Melbourne der Rumänin Sorana Cîrstea 6:3, 4:6, 3:6 geschlagen geben.

Lys schied damit wie schon zuvor Tatjana Maria und Ella Seidel in der ersten Runde aus. Nach einer unkonzentrierten und fehlerhaften Leistung war das schnelle Australian-Open-Ende von Lys nach 2:10 Stunden besiegelt.

Lys hatte im vergangenen Jahr in Melbourne als sogenannte Lucky Loserin für Furore gesorgt und ihr bislang bestes Grand-Slam-Ergebnis erreicht. Sie war in der Qualifikation eigentlich ausgeschieden, rückte aber aufgrund der Verletzung der Russin Anna Kalinskaja nach – und stürmte bis ins Achtelfinale.

Schläger geworfen, 50 vermeidbare Fehler gemacht

Der Spitzname »Lucky Lys« war geboren – und der Erfolg schien sie anzutreiben. Es war der Auftakt in eine starke Saison für die Deutsche, an deren Anfang sie auf Platz 128 der Weltrangliste stand, und die sie als deutsche Nummer eins beendete.

Doch der Erfolg hatte auch Schattenseiten. Lys machte eine Reihe von Hassnachrichten öffentlich. »Dadurch, dass mehr Leute auf mich aufmerksam geworden sind und meine Matches öfter übertragen werden, hat es tatsächlich zugenommen«, sagte sie.

Ein Jahr nach ihrem spektakulären Lauf in Melbourne wollte ihr jedoch nicht viel gelingen. Gegen Cîrstea wirkte Lys nervös und angespannt. Dass sie viele Punkte in der Weltrangliste zu verteidigen hatte, schien Lys zu hemmen.

Zwar holte sich Lys nach 42 Minuten den ersten Satz und startete auch in den zweiten mit einem Break. Doch dann verlor sie völlig ihren Rhythmus. Ihr unterliefen viele einfache Fehler, die Cîrstea zum Satzausgleich nutzte.

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Lys verließ nun kurz den Platz, um sich zu sammeln. Doch Ruhe kehrte nicht ein in ihr Spiel. Nach einem weiteren vermeidbaren Fehler warf sie ihren Schläger auf den Boden, zum 1:3 gab sie mit einem Doppelfehler ihren Aufschlag ab.

Lys wurde jetzt immer hektischer, reihte Fehler an Fehler. Zwar schaffte sie noch einmal den Ausgleich zum 3:3, dann verlor sie aber wieder ihren Aufschlag und kassierte eine Niederlage. 50 vermeidbare Fehler waren am Ende einfach zu viel.

bka/dpa