Nachdem Coco Gauff im Anschluss an ihr Viertelfinal-Aus bei den Australian Open in einem vermeintlich unbeobachteten Moment gefilmt worden war, ist im Tennis eine Diskussion über die Omnipräsenz von Kameras bei Turnieren entbrannt. »Die Frage ist: Sind wir Tennisspieler? Oder sind wir Tiere im Zoo?«, fragte die Polin Iga Świątek, als sie auf die Szene mit Gauff angesprochen wurde.
Die Amerikanerin Gauff unterlag am Dienstag nach 59 Minuten und einer einseitigen Partie 1:6, 2:6 Elina Switolina aus der Ukraine. Im Anschluss hatte Gauff in den Katakomben der Rod Laver Arena aus Frust ihren Schläger zertrümmert. Die Weltranglistendritte wähnte sich dabei unbeobachtet, wurde aber von Kameras gefilmt.
Coco Gauff releases her frustrations after a disappointing defeat in the Australian Open quarter-finals 💥 pic.twitter.com/4Ur9jlxR0P
— TNT Sports (@tntsports) January 27, 2026
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»Wenn du willst, zeige ich dir, wie du ihn in einem Versuch zerstörst«
Im Tennis ist es vor allem bei den Grand-Slam-Turnieren üblich, dass die Profis auf Schritt und Tritt von Kameras begleitet werden. »Ich denke nicht, dass das nötig ist«, sagte Gauff. Sie habe bewusst nach einem Ort gesucht, wo sie dachte, unbeobachtet zu sein, da sie kein schlechtes Vorbild vor allem für Kinder habe sein wollen. »Vielleicht sollten wir mal darüber reden. Ich habe das Gefühl, dass bei diesem Turnier der einzige private Ort die Umkleidekabine ist.«
Auch Świątek hatte die Dauerüberwachung während des Turniers zu spüren bekommen, als über die Kameras zu sehen gewesen war, dass sie fast ihre Akkreditierung vergessen hätte.
Well said. @alexisohanian Passion. Caring. Matters. Nothing wrong with hating to lose. Now Coco when you want I can show you how to demolish in one swipe… Serena style 🙊 🤷🏾♀️ https://t.co/OR96AHS8dS
— Serena Williams (@serenawilliams) January 28, 2026
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»Ich glaube nicht, dass das so sein sollte. Wir sind gewohnt, auf dem Platz und in der Pressekonferenz beobachtet zu werden. Das ist unser Job«, sagte die sechsfache Grand-Slam-Turnier-Siegerin. Aber es gehöre nicht zum Job, zur Schau gestellt zu werden, wenn man die Akkreditierung vergesse.
Die ehemalige Weltklassespielerin Serena Williams stimmte ihren einstigen Kontrahentinnen zu. Im zertrümmerten Schläger von Gauff sah die langjährige Nummer eins der Welt kein Problem. Ganz im Gegenteil: »Nun Coco, wenn du willst, zeige ich dir, wie du ihn in einem Versuch zerstörst«, schrieb die 44-jährige Williams in den sozialen Medien. Gauff hatte den Schläger mehrere Male auf den Boden geschlagen, ehe dieser kaputt war.
